Wiedereröffnung

Unterstufenbücherei der Fürstenbergschulen kurz vor den Weihnachtsferien wiedereröffnet

Frau Volk, der Ehrengast der feierlichen Eröffnung, zerschnitt mit einer Schere das rote Band, dann war es endlich soweit: Die Klassensprecher aller Klassen 5 beider Schulen strömten stellvertretend für ihre Altersgenossen in den kleinen Raum, der sich direkt an die Aula angliedert und in dem sich ca. 1000 Medien in Form von Büchern und Hörbüchern befinden. Einige Fürstenberger stürzten sich gleich auf die Titel der Rubrik „Witziges“, damit sind vor allen Dingen die Tom-Gates-Bücher, die Dork Diaries, die Lotta-Leben-Bücher oder Gregs Tagebücher gemeint. Daneben ließen sich die Fußball- und Pferdefreunde mit entsprechender Literatur anlocken. Sehr gut ist die Bücherei auch in den Bereichen Krimis (Die drei ??? und die drei !!!) und Fantasy (Percy Jackson, Woodwalkers, Harry Potter, Clan der Wölfe) aufgestellt. Doch auch die Referatsvorbereitung kann demnächst hier beginnen, denn es gibt viele Sachbücher aus den Bereichen Geschichte, Religion, Technik und Natur. Und für den, der seinen Lieblingstitel noch nicht gefunden oder eine gute Idee hat, gibt es die Bücherwunschbox, in die man entsprechend beschriftete Zettel einwerfen kann. Einige Bänke und ein gemütlicher Sitzsack laden zum Verweilen in den großen Pause und der Mittagspause ein, in denen auch die Ausleihe und Rückgabe stattfindet, die von Fürstenbergschülern der Jahrgangsstufen 8 bis 10 durchgeführt wird.

Wiedereröffnung

Die Bücherei für die jüngeren Schülerinnen und Schüler hat zwar eine lange Tradition an den Fürstenbergschulen, hatte aber in den letzten fünf Jahren nur als Präsenzbücherei ihre Pforten geöffnet. Ein kleines Team aus Realschul- und Gymnasiallehrern (Dr. Ferdinand Fasse, Markus Hannig, Josef Lampe, Tim Löffel, Kerstin Rehermann) hat sich der Sache angenommen und Dornröschen aus seinem Schlaf erweckt: Veraltete Bücher und Karteikästen wurden bereits in den Sommerferien aussortiert, viele neue Schmöker und Hörbücher, ein Laptop sowie ein Scanner angeschafft und damit auch hier das digitale Zeitalter eingeläutet. Jetzt hat jeder Fünftklässler einen Ausweis mit einem Barcode, der zu jeder Ausleihe und Rückgabe mitgebracht werden muss. Zu Beginn des zweiten Halbjahres sollen dann auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 und 7 ihre Berechtigungskarte bekommen. Ein wirklich gelungenes Projekt beider Schulen im Rahmen der Leseförderung!


Text: Kerstin Rehermann; Fotos: Volker Lünnemann


Erstveröffentlichung am 03.01.2018 in der Ibbenbürener Volkszeitung

Tareks Friedenssuche

Unser Religionskurs hat sich dazu entschieden, bei dem Suche-Frieden-Kurzfilmwettbewerb für den Katholikentag 2018 teilzunehmen. Deshalb haben wir in unseren Unterrichtsstunden einen Kurzfilm zum Thema der Friedenssuche für den Wettbewerb produziert. Der Film handelt von einem kleinen Jungen, der mit seiner Familie die gefährliche Reise aus dem Kriegsgebiet in Syrien nach Deutschland wagt, um dort seine Suche nach dem Frieden zu beenden. Wir selbst definieren den Frieden als Sicherheit und Geborgenheit: dass man von liebevollen Menschen umgeben ist wie von seiner Familie oder von Freunden. Außerdem sollte man immer versorgt sein und sich keine Sorgen um den nächsten Tag und sein Überleben machen müssen. Unsere Gedanken und Vorstellungen zum Thema Frieden haben wir auch in den Film einfließen lassen, und auch der kleine Junge sehnt sich nach solchen Dingen, die für ihn den Frieden ausmachen. Deshalb haben wir unserem Film den Namen „Tareks Friedenssuche“ gegeben.

Vorlesetag

Das Interesse und die Freude am Lesen von Büchern zu wecken, das war das Hauptanliegen des Literaturkurses der Q1 am Fürstenberg-Gymnasium. Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages, an dem jährlich mehr als 100 000 Vorleser teilnehmen, lasen die Oberstufenschüler den Fünft- und Sechstklässlern Passagen aus ausgewählten Kinder- und Jugendbüchern vor. In gemütlicher Atmosphäre – mal auf dem Boden sitzend, mal in der Arche lauschend – hörten die jungen Fürstenberger teils lustige, teils spannende Geschichten, die nicht nur zum Weiterlesen daheim, sondern auch „zum Miträtseln und zum Träumen“ einluden, wie Deutschlehrerin Alexandra Ehmke die Idee des Vorlesetages beschrieb. Titel wie „Klassentreffen bei Miss Braitwhistle“ oder „Wie man seine extrem stressigen Eltern chillt“ griffen dabei bewusst die Gedanken- und Erfahrungswelt der Heranwachsenden auf, die vom Zuhören einfach nicht genug bekommen konnten. „Viele Nachfragen zum Inhalt der Bücher und Bitten weiterzulesen“ hätten schließlich gezeigt, dass sich viele Schüler für das Lesen begeistern ließen, freute sich Ehmke. Und auch Helga Volk von der Buchhandlung in Recke ließ sich nicht die Gelegenheit nehmen, selbst aus einem Buch vorzulesen.

Weitere Informationen unter: www.vorlesetag.de

Bildunterschrift: Mit Schildern „Ich lese vor“ in der Hand – Kursleiterin Alexandra Ehmke und Buchhändlerin Helga Volk (vorne v.l.) mit dem Literaturkurs der Q1 und Referendaren des Fürstenberg-Gymnasiums

 

ozio_gallery_nano
Ozio Gallery

Erdkunde-Exkursion

Am 20. Oktober 2017 begab sich der Erdkunde LK der Q2 nach Münster oder wie es im Jahre 810 hieß: „Mimigernaford“.
Der Start war im Stadtmuseum von Münster. Dort wurde die historisch-genetische Stadtentwicklung an verschiedenen Modellen verdeutlicht; angefangen im Jahr 810 bis hin zum Jahr 1975. Hierbei wurde deutlich, dass nicht alle Objekte aus der damaligen Zeit verschwunden sind. Es ist zum Beispiel kein Zufall, dass der Schlossgarten sternförmig angelegt ist, denn dort wurde damals eine Zitadelle errichtet. Die Promenade ist heute die bekannte Fahrradstraße von Münster, in der Vergangenheit verlief hier die Stadtmauer, aus der die Bewohner das jetzige Schloss errichtet haben.
Im Anschluss wurde in Kleingruppen die Stadt erkundet. Neben der St. Lambertikirche, dem Domplatz und anderen Sehenswürdigkeiten wurde auch nach typischen Merkmalen der Industriestadt und der generellen Stadtentwicklung gesucht. Dabei konnte man erfahren, dass sich durch die ganze Geschichte Münsters ein stetiger Konflikt zwischen den Bürgern und dem Bischof zog. Ein Beispiel dafür ist die benannte St. Lambertikirche. Diese bauten die Kaufleute in unmittelbarer Nähe zum Dom und ziemlich „protzig“, um dem Bischof von Münster ihre Macht zu demonstrieren. Zu den typischen Merkmalen der Industriestadt zählen der Hauptbahnhof und der Hafen.

Borchert
Im letzten Teil der Exkursion begaben wir uns an das Hafenbecken. Die Gentrifizierung, die bisher nur aus dem Unterricht bekannt war, wurde hier sehr gut deutlich. In der ehemaligen Lagerhalle für Korn wurde im Zuge des Strukturwandels ein Theater errichtet. Korn war jedoch nur eines der drei Merkmale des Hafens. Die anderen beiden waren Kohle und Becher (= Sektsteuer, die 1902 zum Aufbau der kaiserlichen Marine eingeführt wurde). In dem ehemaligen Kohlespeicher wird zum heutigen Zeitpunkt keine Kohle mehr gelagert, sondern es dient als Warmwasserspeicher.

Hafen

Zusammenfassend war der Tag in Münster ein positives Erlebnis, da man gelerntes Wissen direkt vor Ort anwenden konnte.