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Über eine Million Kinder in ganz Deutschland bekamen zum UNESCO-Welttag des Buches ein Buch geschenkt. Zwischen Ende April und Anfang Mai konnten sich Schülerinnen und Schüler aus 41.000 Klassen ihr persönliches Exemplar des Jugendromans „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett in ihrer örtlichen Buchhandlung abholen. Auch die fünften Klassen des Fürstenberg-Gymnasiums in Recke besuchten die Buchhandlung Volk, um ihre Bücher entgegenzunehmen. Helga Volk begab sich dabei mit den Fürstenbergschülern auf eine Lesereise und las den Zuhörern aus dem Jugendroman „Landeier und andere Plagen“ vor.

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„Ich schenk dir eine Geschichte“ ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF. Ziel der Kooperation ist es, Kinder mit Geschichten für das Lesen zu begeistern, die ihre Interessen und ihre Lebenswirklichkeit widerspiegeln. Das eigens konzipierte Buch möchte Schüler zudem motivieren, sich selbst als eigenständige Leser wahrzunehmen und Bücher in ihren Alltag zu integrieren. „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ handelt von den Freunden Melina, Julius und Lenny und einem bevorstehenden Skateboardwettbewerb. Als Lennys neues Super-Board verschwindet, werden nicht nur die Turniervorbereitungen durcheinandergebracht, auch die Freundschaft der drei wird auf die Probe gestellt.

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Fotos: Vanessa Kahl

In den letzten Wochen hat der Geschichtsgrundkurs der Q1, geleitet von Frau Genuit, ein interessantes Experiment durchgeführt. Bei einem Planspiel ging es um die Fragen „Was hätten wir gemacht, wären wir die Staatsoberhäupter zu Zeiten der Julikrise gewesen?", „Hätten wir es zum 1. Weltkrieg kommen lassen?".

Als Vorbereitung auf das Planspiel bekamen wir Informationszettel mit den Beziehungen, Zielen und Problemen der einzelnen Länder. Beteiligt waren Frankreich, Deutschland, Russland, Österreich-Ungarn und Großbritannien, jeweils vertreten durch eine Gruppe von drei bis vier Schülern. Und so kam es, dass sich der Kurs trennte und sich die einzelnen Gruppen zu Geheimräten in verschiedenen Räumen trafen. Statt Depeschen, wie sie damals verschickt wurden und wie sie damals oft viel zu spät ankamen und schnell für Verwirrungen führten, hatten wir nun die Möglichkeit, über Whatsapp zu kommunizieren.
So verbrachten wir drei Schulstunden damit, in Einzel- und Gruppenchats Geheimbündnisse und Rückversicherungsverträge zu schließen, Kriegspläne zu schmieden oder hinterrücks mit Feinden zu verhandeln.
Alles in allem war es für alle Schüler ein interessanter Einstieg in das Thema des 1. Weltkrieges und wir alle hätten das Planspiel gerne noch weiter geführt.

Transmitter

Die Schüler des Physik-Leistungskurses von Herrn Bischof haben vor den Osterferien einen Radiosender gelötet und getestet. Mit diesem kann man – angeschlossen an ein Handy – Musik in den „Äther“ schicken. Mit der passenden Frequenz, hört man so seine Lieblingssongs von der Playlist oder auch von Spotify im Radio. Der gesellige Teil kam dabei auch nicht zu kurz: Nach Fertigstellung wurde das „Kurstreffen“ bei Kreta fortgesetzt.

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Bücherschrank

Der offene Bücherschrank der Fürstenbergschulen ist da

„Die Lust am Bücherlesen wird bei jungen Menschen nie aufhören, sie braucht aber Anreize, um sich im Überangebot der heutigen Medien behaupten zu können“, so Deutschlehrer Rainer Grüter vom Gymnasium. Was tun, um solche Anreize zu schaffen?
Die beiden Deutsch-Fachschaften vom Gymnasium und der Realschule haben sich im Laufe der Zeit bereits verschiedene Projekte dazu überlegt. Nun hat ein weiteres Projekt Gestalt angenommen: Der offene Bücherschrank ist da! „Ein Jahr ist vergangen, seitdem die Idee entstand. „Sie fand sofort Unterstützung bei den Kollegen“, erzählt Rainer Grüter. Und die Schüler? Auch hier ergab eine groß angelegte Befragung bei den Schülern der Klassen 5-7 eine hohe Akzeptanz eines solchen Leseangebots.

Bücherschrank

Im Laufe des Jahres musste der Bücherschrank in Auftrag gegeben werden. Ein Tischler aus Recke erhielt die Aufgabe, einen solchen zu bauen. Mit schülergerechten Büchern bestückt wurde das Objekt durch Spenden aus dem Kollegium sowie durch die örtliche Buchhandlung Volk, der ein großer Dank gilt. Nun ist der Bücherschrank fertig – und kann sich sehen lassen. Er hat die Form eines „L“ – wie … „Lesen“.

„Auf der Titanic. Ich glaube, das nehme ich mir für die Osterferien mit,“ ist sich Romy Enste aus der 6a2 noch nicht ganz sicher, was sie sich zum Lesen mitnehmen soll. Die Auswahl ist ja riesengroß. Zusammen mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern durchstöbert sie die Büchersammlung nach der passenden Lektüre.
„Als Standort für unseren Bücherschrank haben wir das Atrium gewählt“, erklärt Grüter. Denn dort sei der Schrank für jeden gut erreichbar und ein wenig abseits vom Pausentrubel. Wer dort stöbert, entdeckt ein vielseitiges Leseangebot: Vom Jugendbuch über Science-Fiction bis hin zum leicht verständlichen Sachbuch ist dort alles zu finden.

Bücherschrank

Zusammenfassend bringt Deutschlehrer Rainer Grüter den Gedanken des offenen Bücherschranks so auf den Punkt: „Es handelt sich um ein Angebot, das Schülern ermöglicht, das Lesen zu entdecken oder einem Hobby nachzugehen.“ Heutzutage gebe es eine Vielzahl an Medien, deshalb müssten für junge Leute spezielle Anreize für das Bücherlesen geschaffen werden. Grüter: „Diese Aufgabe nehmen die Fürstenbergschulen ernst und wollen sie auf verschiedene Weise erfüllen – der offene Bücherschrank ist unser neuestes Projekt.

Bildbeschreibung (Titelbild): Schülerinnen und Schüler der 6a2 stöbern in der Büchersammlung, um Lesestoff für die Osterferien zu haben. Im Hintergrund schaut Deutschlehrer Rainer Grüter dem eifrigen Treiben seiner Klasse zu.

Erstveröffentlichung am 29.03.2018 in der Ibbenbürener Volkszeitung