Plattdeutscher Lesewettbewerb

bildhawigAuf dem "platten Lande" wird die plattdeutsche Sprache noch vielfach gesprochen, wenn auch mit abnehmender Tendenz. Dem sollen plattdeutsche Lesewettbewerbe, gefördert von der Sparkasse und ortsansässigen Heimatvereinen, entgegenwirken. In Recke hat sich seit vielen Jahren Pfarrer Heukamp, Vicarius Cooperator an St Dionysius, als Mentor der von der Sparkasse gesponsorten Wettbewerbe hervorgetan, auch mit der Abfassung eigener Texte. Die folgenden Zeitungsauszüge dokumentieren die Wettbewerbe. Auch der Kreisentscheid 2006 fand in der Fürstenberg - Schule statt.

Dr. Peter Hawig

pvw

Paula Töns und Joost Wielage gewinnen Plattdeutschen Vorlesewettbewerb
Die einstige Muttersprache wieder aus den Mündern junger Leute zu hören, darüber freute sich Heinrich Rolfes im Namen des Recker Heimatvereins. Für den Textvortrag beim Plattdeutschen Vorlesewettbewerb des Fürstenberg-Gymnasiums hatten rund 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 ordentlich geübt– das konnte man hören und spüren. Leserichtigkeit, ein angemessenes Lesetempo, eine Textgestaltung durch passende Betonungen oder die Bewältigung der Textschwierigkeit lauteten die Kriterien der Jury, um die Sieger zu ermitteln. Den dritten Platz belegte dabei Benedikt Abing (7a1) aus Neuenkirchen. Weil sie mit 90 Punkten gleichauf lagen, teilten sich Paula Töns (7a3) aus Hopsten mit „De möade Bur“ und Joost Wielage (6a1) aus Voltlage mit „Dank an de Steckeröben“ den ersten Platz. Schulleiter Michael Kamlage und Dr. Peter Hawig gratulierten den Schülerinnen und Schülern zu ihren Erfolgen und dankten dem Heimatverein Recke für die Jurorentätigkeit. Einer der beiden Gewinner wird das Fürstenberg-Gymnasium demnächst beim Kreisentscheid in Steinfurt vertreten.

Bildunterschrift (Bild 1, oben): Schulleiter Michael Kamlage (hinten links) und Dr. Peter Hawig (hinten rechts) freuen sich mit der Jury über die gelungenen Textvorträge von Joost Wielage, Paula Töns und Benedikt Abing (vorne von links).

pvw

Erstveröffentlichung am 25.01.2020 in der Ibbenbürener Volkszeitung

Vorlesewettbewerb

„Man könnte meinen, bei euch zu Hause wird nur platt gesprochen“, würdigte Heinrich Rolfes im Namen des Heimatvereins Recke die Leistungen der ersten drei Preisträger des plattdeutschen Vorlesewettbewerbs am Fürstenberg-Gymnasium. „Und eigentlich haben wir hier nur Gewinner“, beurteilte die sachkundige Jury aus Lehrern im Ruhestand und Mitgliedern des Heimatvereins die Gesamtleistung der 18 teilnehmenden Schüler aus den Klassen 5-7. Die mitgebrachten Texte – aus der Grundschule oder von Verwandten – seien gut ausgewählt und eingeübt worden, so dass die Gewinner in der Wertung nur wenige Punkte voneinander entfernt gelegen hätten. Im Neuenkirchener Platt überzeugte Benedikt Abing (5a1) die Jury schließlich auf ganzer Linie mit seiner Geschichte vom Pastor, der im Moor versank, aber nicht von der Feuerwehr gerettet werden wollte mit den wiederkehrenden Worten „De Heer is mien Retter!“ Am Himmelstor fragt der Herrgott schließlich den starrköpfigen Pfarrer: „Warum wolltest Du Dich nicht von mir retten lassen, ich hab Dir doch dreimal die Feuerwehr geschickt?“ Mit ihrem ausdrucksstarken Vortrag des Textes „De oule Komaude“ belegte Sophia Egbert aus Voltlage (6a3) den zweiten Platz vor Paula Töns aus Hopsten (5a3), die mit „Pannekoken un Pumpernickel“ ebenfalls die Jury begeisterte. Das vorbildliche Lesen der Teilnehmer lobten auch Jürgen Meyring als Vertreter der Schulleitung und Dr. Peter Hawig, Organisator des plattdeutschen Vorlesewettbewerbs. Als Schulgewinner wird Benedikt Abing am 2. März das Fürstenberg-Gymnasium auf Kreisebene in Steinfurt vertreten. „Völ Glück!“

Bildunterschrift: Die Preisträger des plattdeutschen Vorlesewettbewerbs am Fürstenberg-Gymnasium Recke (in der Mitte v.l.): Paula Töns (5a3), Sophia Egbert (6a3) und Benedikt Abing (5a1).

Fotos: Tamy Ahrens, Hannah Sostmann und Lynn Steffen (Medienwerkstatt)

Erstveröffentlichung am 29.01.2018 in der Ibbenbürener Volkszeitung

ozio_gallery_nano

Plattdeutscher LesewettbewerbGeübt hatten sie alle, zu Hause mit den Eltern oder Großeltern, das Dutzend Schülerinnen und Schüler, die sich als Klassenbeste für den schulinternen Wettbewerb im plattdeutschen Lesen qualifiziert hatten. So musste die Jury des Recker Heimatvereins unter Leitung von Heinrich Rolfes fleißig rechnen, bis die Siegerin feststand: Laura Töben (Kl. 5a2) aus Voltlage überzeugte mit ihrem Text vom Bennätzken, den sie in der Abschlussrunde noch einmal vortrug. Anwesend dabei waren auch Schulleiter Michael Kamlage und Pfarrer em. Werner Heukamp, die es sich nicht nehmen ließen zu gratulieren und fürs Foto zu posieren. Laura Töben wird für den Kreisentscheid nach Steinfurt weitergemeldet. Die weiteren Plätze belegten Eiline Hopkins aus Neuenkirchen sowie Hanna Berkenheide aus Recke ubnd Jule Ostermann, ebenfalls aus Neuenkirchen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit einer von Pfarrer Heukamp gestifteten Süßigkeit fürs Mitmachen belohnt. Heinrich Rolfes lobte ausdrücklich die hohe Qualität aller Vortragenden und deren Bereitschaft, sich für die Erhaltung des heimatlichen Dialektgutes einzusetzen. Außer ihm bestand die Jury des Heimatvereins aus Florenz Beckemeyer, Gertrud Dirksmeyer, Gertrud Esselmann, Marianne Geier, Reimund Kemmerling, Josef Konnemann, Annette Philipp und Anni Schröer. Der nächste plattdeutsche Lesewettbewerb findet wieder in zwei Jahren statt. Die Sieger der beiden letzten Durchgänge, Simon Wallmeyer und Niklas Abing, konnten in den Vorjahren auch den Kreiswettbewerb für sich gewinnen.

Weitere Fotos:

Plattdeutscher Lesewettbewerb 2016

Plattdeutscher Lesewettbewerb„Volle Punktzahl bei allen Wertungskriterien!“, Niklas Abing aus der Klasse 7 überzeugt die Jury des Heimatvereins Recke voll und ganz! Seine Tragik komische Geschichte vom Bauern, der sich in der Stadt Münster nicht zurechtfindet gefiel den Juroren Heinrich Rolfes, Josef Konnemann, Maria Audick, Gertrud Esselmann, Carola Tietmeyer, Maria Niemann, Raimund Kemmerling und Florenz Beckemeyer. Die Komplikationen beim Einkauf und die Peinlichkeiten in dem für ihn doch unbekannten Theater und im ach so feinen Restaurant trug Niklas so überzeugend, so unbekümmert, herzerfrischend vor, dass er mit guten Chancen auf Kreisebene dann auch auftreten kann.

„Es hat riesigen Spaß gemacht!“, kommentierte der Schulsieger beim plattdeutschen Lesewettbewerb seinen Sieg auf Kreisebene. Gegen sechs Konkurrenten seiner Altersklasse setzte er sich im Hannah-Ahrend-Gymnasium in Lengerich durch.