NaT-Working im Fach Biologie

NaT-WorkingSeit dem Jahr 2004 kooperiert das Fürstenberg-Gymnasium mit dem Fachbereich Biologie der Universität Osnabrück und einigen umliegenden Gymnasien mit dem Ziel, einen praxisnahen und modernen Biologieunterricht für möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Diese von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Kooperation erfolgt über die beiden Projekte "Experimentierkoffer" und "Dozenten in der Schule". Das Gesamtprojekt ist auf der Homepage der Universität Osnabrück dargestellt.

Experimentierkoffer: Diese Koffer werden von den Wissenschaftlern mit Geräten, Chemikalien und Verbrauchsmaterialien bestückt. Die Schulen können - nachdem die Lehrer eine entsprechende Fortbildung absolviert haben - die Koffer entleihen und im Biologieunterricht, bei Facharbeiten etc. für Schülerexperimente einsetzen.

Dozenten in der Schule: Universitätsdozenten kommen in die Schule und halten dort Vorlesungen, Seminare oder Praktika. Dozent und Lehrer erarbeiten gemeinsam das Konzept, der Dozent hält dann vor dem Kurs, der Klasse oder der Arbeitsgemeinschaft die Veranstaltung. 

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Neurobiologe Prof. Dr. Roland Brandt am Fürstenberg-Gymnasium
Seit 2004 findet in jedem Jahr kurz vor den Weihnachtsferien das NAT-Working-Projekt ,,Alzheimer Erkrankung“ mit Prof. Dr. Roland Brandt (Leiter der neurobiologischen Abteilung an der Universität Osnabrück) bei uns im Biologieraum statt. So besuchte Prof. Brandt am 5. Dezember 2019 also zum fünfzehnten Mal die aktuellen Bio-Leistungskurse der Jahrgangsstufe Q2 von Kerstin Drees und Johannes Stertenbrink.
Zunächst erläuterte Brandt die neurobiologischen Grundlagen der Alzheimer Erkrankung. Dann konnten die Schülerinnen und Schüler bei mikroskopischen Untersuchungen humaner Nervenzellen charakteristische Veränderungen beobachten, die durch die Krankheit ausgelöst werden. Im abschließenden Forschungsseminar wurden sinnvolle Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten mit dem Neurobiologen diskutiert. Dabei stellte er neben aktuellen Forschungsergebnissen auch die Bedeutung der Grundlagenforschung heraus.
Wieder gelang es Prof. Dr. Brandt durch sein nettes schülerorientiertes Auftreten, das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken. Dafür danken wir ihm recht herzlich.
Fotos: Johannes Stertenbrink

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Molekulargenetische Experimente im Schülerlabor der Uni OS

Einbruch in ein Juweliergeschäft. Zwei Tatverdächtige. Kaum sichtbare Spuren. – In einem fiktiven Kriminalfall sollten Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums den Täter mithilfe eines genetischen Fingerabdrucks überführen. Im Schülerlabor der Universität Osnabrück, Abteilung Genetik, sicherte der Biologie-Leistungskurs der Q1 am „Tatort“ zunächst mehrere DNA-Spuren der tatverdächtigen Personen. Unter Anleitung des Projektkoordinators Dr. Knut Jahreis und in Begleitung ihres Lehrers Ralf Maria Wroblowski vervielfältigten die Fürstenberger mit einem speziellen Verfahren die gesicherten DNA-Spuren (PCR-Verfahren), um diese unter einem UV-Licht sichtbar machen zu können. Schließlich führte der präzise Abgleich individueller Merkmale zur Identifizierung und Überführung des Täters. An dem praxisnahen Beispiel „Den Tätern auf der Spur“ lernten die Schüler nicht nur konkrete Anwendungsbereiche der Genetik kennen, sondern auch moderne Methoden der Kriminaltechnik. Die molekulargenetischen Experimente im Schülerlabor bilden dabei nur einen von vielen Bausteinen in der langjährigen Kooperation zwischen dem Fürstenberg-Gymnasium und der Universität Osnabrück.

Bildunterschrift: PD Dr. Knut Jahreis mit den Schülerinnen und Schülern des Fürstenberg-Gymnasiums im Schülerlabor der Universität Osnabrück

Fotos: Ralf Maria Wroblowski

Erstveröffentlichung am 18.11.2019 in der Ibbenbürener Volkszeitung

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Fürstenbergschüler in Osnabrück

Im Rahmen des Biologieunterrichts haben Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums an der Universität Osnabrück Einblicke in die interdisziplinäre Forschung erhalten und an typisch universitären Veranstaltungen wie Vorlesung, Praktikum und Seminar teilgenommen. An der Erforschung der Alzheimerkrankheit konnten die Fürstenberger die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Wissenschaftlern wie Biochemikern und Neurobiologen erfahren. Somit konnten die Schüler des Biologie-Leistungskurses der Q2 ganz praktisch erleben, was Arbeiten und Forschen an der Universität bedeutet. Nach einer Einweisung in die Sicherheitsvorschriften im Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen erhielten die angehenden Abiturienten auch Hinweise zur Arbeit mit Viren. Um Gehirnprozesse besser verstehen und irgendwann ein Mittel gegen die Alzheimerkrankheit finden zu können, demonstrierten die Wissenschaftler den Fürstenbergern, wie sie die Nervenzellen und Hirnschnitte laboreigener Mäuse untersuchen. „Die Programmstruktur erlaubt den Schülern einen ganzheitlichen Blick in die Forschung im Kontext der Alzheimererkrankung,“ fasst Lehrer Ralf Wroblowski Anliegen und Inhalt des langjährigen Kooperationsprojektes zwischen Universität und dem Fürstenberg-Gymnasium zusammen.

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Fotos: Judith Schindler

Erstveröffentlichung am 29.03.2019 in der Ibbenbürener Volkszeitung

Osnabrück

Am 13.12.2018 sind die beiden Bio-Leistungskurse der Q1 unter Leitung von Kerstin Drees und Johannes Stertenbrink ein weiteres Mal zur Universität nach Osnabrück gefahren, um das dort vorhandene Schülerlabor zu besuchen. PD Dr. Knut Jahreis, der uns schon von unserem letzten Besuch bekannt war, beschäftigte sich mit uns mit dem Thema der Genregulation. Dazu sprach er mit uns zunächst über die verschiedenen Zelltypen und deren ganz verschiedenen Aufgaben. Denn die Zelle läuft wie ein Computer, die Grundprogramme sind immer gleich, bei den Zellen wäre das zum Beispiel der Stoffwechsel, doch jede Zelle hat eine eigene „Software“, die für bestimmte Funktionen zuständig ist. Eine Herzzelle muss beispielsweise andere Aufgaben erledigen als eine Leberzelle.
Danach haben wir mit Dr. Jahreis das Modell der Genregulation erarbeitet, das reguliert, welche Proteine benötigt werden und welche nicht.
Zu diesem Thema durften wir selber ein Experiment durchführen. Dabei sollten wir testen, wie hoch die Aktivität der Proteine unter verschiedenen Voraussetzungen ist, die für die Regulation des Lactoseabbaus zuständig sind.
Unsere Versuche haben wir in Zweier- bzw. Dreiergruppen durchgeführt. Nach den Auswertungen konnten wir genau erklären, warum und wann es zu hohen oder niedrigen Aktivitäten kommt.

Fotos: Johannes Stertenbrink

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Alzheimer

Wissenschaftliches Kooperationsprojekt des Fürstenberg-Gymnasiums

Seit mittlerweile 15 Jahren existiert die intensive Kooperation zwischen der neurobiologischen Abteilung des Fachbereichs Biologie der Universität Osnabrück und dem Fürstenberg-Gymnasium Recke.
Der mittlerweile pensionierte Gymnasiallehrer Dr. Rainer Eising knüpfte Anfang der 2000er Jahre den Kontakt zu Prof. Dr. Roland Brandt, dem Leiter der neurobiologischen Abteilung, und seitdem profitieren beide Seiten von der Zusammenarbeit.
Auch in diesem Jahr besuchte Prof. Brandt wieder den Leistungskurs Biologie der Q2 und gab den Schülern einen beeindruckenden wissenschaftlichen Einblick in die Thematik „Lernen, Gedächtnis und die Alzheimersche Erkrankung“.
Das Besondere an dem Projekt: Die Schüler werden wissenschaftspropädeutisch mit verschiedenen typischen universitären Veranstaltungsformen konfrontiert. In einer Vorlesung wurden zunächst grundlegende Inhalte – in Kombination mit einem zuvor verteilten Vorlesungsskript – vermittelt. Anschließend ging es in einem Praktikum darum, kultivierte Nervenzellen von Alzheimerpatienten unter dem Mikroskop zu untersuchen. Den dritten Teil des Projekts bildete ein Forschungsseminar, in dem in erster Linie aktuelle Therapiemaßnahmen sowie umsetzbare Behandlungsstrategien thematisiert wurden. Das Seminar bot zudem die Möglichkeit eines kommunikativen Austauschs zwischen den Schülern und dem Professor. Diese Phase nutzen die Schüler intensiv, um dem renommierten Wissenschaftler Prof. Brandt viele Fragen zu stellen.

Fotos: Judith Schindler

Erstveröffentlichung am 05.12.2018 in der Ibbenbürener Volkszeitung

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