NaT-Working im Fach Biologie

NaT-WorkingSeit dem Jahr 2004 kooperiert das Fürstenberg-Gymnasium mit dem Fachbereich Biologie der Universität Osnabrück und einigen umliegenden Gymnasien mit dem Ziel, einen praxisnahen und modernen Biologieunterricht für möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Diese von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Kooperation erfolgt über die beiden Projekte "Experimentierkoffer" und "Dozenten in der Schule". Das Gesamtprojekt ist auf der Homepage der Universität Osnabrück dargestellt.

Experimentierkoffer: Diese Koffer werden von den Wissenschaftlern mit Geräten, Chemikalien und Verbrauchsmaterialien bestückt. Die Schulen können - nachdem die Lehrer eine entsprechende Fortbildung absolviert haben - die Koffer entleihen und im Biologieunterricht, bei Facharbeiten etc. für Schülerexperimente einsetzen.

Dozenten in der Schule: Universitätsdozenten kommen in die Schule und halten dort Vorlesungen, Seminare oder Praktika. Dozent und Lehrer erarbeiten gemeinsam das Konzept, der Dozent hält dann vor dem Kurs, der Klasse oder der Arbeitsgemeinschaft die Veranstaltung. 

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Alzheimerprojekt am Fürstenberg-Gymnasium
Lernen, Gedächtnis und die Alzheimersche Erkrankung – Trotz Corona war der renommierte Neurobiologe Prof. Dr. Roland Brandt von der Universität Osnabrück auch in diesem Jahr zu Gast am Fürstenberg-Gymnasium, nun aber im Rahmen einer Online-Schaltung. Auf diesem Wege erlebten die Schüler des Leistungskurses Biologie der Q2 eine Vorlesung, praktische Untersuchungen und ein Forschungsseminar unter dem Thema „Alzheimerforschung“. Vor Ort unterstützte Biologielehrer Ralf Maria Wroblowski die Konferenz mit fachlichen Hinweisen und Anleitungen besonders in den praxisorientierten Teilen des Projektes.
Da die Menschen in Deutschland immer älter würden, steige auch das Risiko einer Alzheimer‘schen Erkrankung. Allerdings träten 95% aller Fälle spontan auf, nur 5% seien familiär bedingt, stellte Prof. Brandt in seiner Vorlesung heraus. Und etwa 40% aller über 80-jährigen leide an der Krankheit, die nicht ursächlich behandelt werden könne.
Mit der Thematisierung knüpfte er nicht nur an die guten Fachkenntnisse der Schüler an, sondern griff zugleich die Erfahrungs- und Lebenswelt der Lernenden auf. Denn die Demenz älterer Menschen – wie z.B. die von Großeltern – spiele eine zunehmende Rolle in den Familien von Schülern. Die praktischen Untersuchungen betroffener Alzheimerzellen unter dem Mikroskop waren daher besonders motivierend und anschaulich für die Schüler. Als hochinteressant erwies sich dann auch das Forschungsseminar mit wissenschaftlichen Überlegungen zu Präventionsmethoden sowie bestehenden und geplanten Behandlungsstrategien. Beim Patienten verloren gegangene Nervenzellen mithilfe der Stammzelltherapie zu ersetzen, bezeichnete Prof. Dr. Brandt aber noch als „Zukunftsmusik“.


Bildunterschrift: Prof. Dr. Roland Brandt hält eine Online-Vorlesung für die Fürstenbergschüler; erklärende Grafiken, die er selbst einspielt, unterstützen den Vortrag.


Erstveröffentlichung am 12. Dezember in der Ibbenbürener Volkszeitung

 

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Fürstenberger im Schülerlabor der Uni Osnabrück
Inwiefern nehmen Umweltfaktoren Einfluss auf die Genetik eines Organismus? Praxisbezogen und mit hohem Aktualitätsbezug untersuchten Schülerinnen und Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums im Schülerlabor der Universität Osnabrück das biologische Phänomen der sogenannten „Genregulation bei Prokaryoten“ (E.coli). Unter der Leitung von Dr. Knut Jahreis und in Begleitung von Biologielehrer Ralf Wroblowski ging es dem Leistungskurs der Q1 um die Leitfrage „Wer sagt der Herzzelle, dass sie eine ist?“. In anschaulichen Versuchen zeigten Bakterien wie andere Organismen vielerlei Regulationsmechanismen, die ebenso bei der Bildung von Enzymen eine entscheidende Rolle spielen. Die Exkursion zum Schülerlabor bildet im Sinne der Praxisorientierung einen wichtigen Baustein in der langjährigen Kooperation zwischen dem Fürstenberg-Gymnasium und der Universität Osnabrück.

Fotos: Ralf Maria Wroblowski

Erstveröffentlichung am 27.01.2020 in der Ibbenbürener Volkszeitung

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Neurobiologe Prof. Dr. Roland Brandt am Fürstenberg-Gymnasium
Seit 2004 findet in jedem Jahr kurz vor den Weihnachtsferien das NAT-Working-Projekt ,,Alzheimer Erkrankung“ mit Prof. Dr. Roland Brandt (Leiter der neurobiologischen Abteilung an der Universität Osnabrück) bei uns im Biologieraum statt. So besuchte Prof. Brandt am 5. Dezember 2019 also zum fünfzehnten Mal die aktuellen Bio-Leistungskurse der Jahrgangsstufe Q2 von Kerstin Drees und Johannes Stertenbrink.
Zunächst erläuterte Brandt die neurobiologischen Grundlagen der Alzheimer Erkrankung. Dann konnten die Schülerinnen und Schüler bei mikroskopischen Untersuchungen humaner Nervenzellen charakteristische Veränderungen beobachten, die durch die Krankheit ausgelöst werden. Im abschließenden Forschungsseminar wurden sinnvolle Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten mit dem Neurobiologen diskutiert. Dabei stellte er neben aktuellen Forschungsergebnissen auch die Bedeutung der Grundlagenforschung heraus.
Wieder gelang es Prof. Dr. Brandt durch sein nettes schülerorientiertes Auftreten, das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken. Dafür danken wir ihm recht herzlich.
Fotos: Johannes Stertenbrink

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Molekulargenetische Experimente im Schülerlabor der Uni OS

Einbruch in ein Juweliergeschäft. Zwei Tatverdächtige. Kaum sichtbare Spuren. – In einem fiktiven Kriminalfall sollten Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums den Täter mithilfe eines genetischen Fingerabdrucks überführen. Im Schülerlabor der Universität Osnabrück, Abteilung Genetik, sicherte der Biologie-Leistungskurs der Q1 am „Tatort“ zunächst mehrere DNA-Spuren der tatverdächtigen Personen. Unter Anleitung des Projektkoordinators Dr. Knut Jahreis und in Begleitung ihres Lehrers Ralf Maria Wroblowski vervielfältigten die Fürstenberger mit einem speziellen Verfahren die gesicherten DNA-Spuren (PCR-Verfahren), um diese unter einem UV-Licht sichtbar machen zu können. Schließlich führte der präzise Abgleich individueller Merkmale zur Identifizierung und Überführung des Täters. An dem praxisnahen Beispiel „Den Tätern auf der Spur“ lernten die Schüler nicht nur konkrete Anwendungsbereiche der Genetik kennen, sondern auch moderne Methoden der Kriminaltechnik. Die molekulargenetischen Experimente im Schülerlabor bilden dabei nur einen von vielen Bausteinen in der langjährigen Kooperation zwischen dem Fürstenberg-Gymnasium und der Universität Osnabrück.

Bildunterschrift: PD Dr. Knut Jahreis mit den Schülerinnen und Schülern des Fürstenberg-Gymnasiums im Schülerlabor der Universität Osnabrück

Fotos: Ralf Maria Wroblowski

Erstveröffentlichung am 18.11.2019 in der Ibbenbürener Volkszeitung

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Fürstenbergschüler in Osnabrück

Im Rahmen des Biologieunterrichts haben Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums an der Universität Osnabrück Einblicke in die interdisziplinäre Forschung erhalten und an typisch universitären Veranstaltungen wie Vorlesung, Praktikum und Seminar teilgenommen. An der Erforschung der Alzheimerkrankheit konnten die Fürstenberger die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Wissenschaftlern wie Biochemikern und Neurobiologen erfahren. Somit konnten die Schüler des Biologie-Leistungskurses der Q2 ganz praktisch erleben, was Arbeiten und Forschen an der Universität bedeutet. Nach einer Einweisung in die Sicherheitsvorschriften im Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen erhielten die angehenden Abiturienten auch Hinweise zur Arbeit mit Viren. Um Gehirnprozesse besser verstehen und irgendwann ein Mittel gegen die Alzheimerkrankheit finden zu können, demonstrierten die Wissenschaftler den Fürstenbergern, wie sie die Nervenzellen und Hirnschnitte laboreigener Mäuse untersuchen. „Die Programmstruktur erlaubt den Schülern einen ganzheitlichen Blick in die Forschung im Kontext der Alzheimererkrankung,“ fasst Lehrer Ralf Wroblowski Anliegen und Inhalt des langjährigen Kooperationsprojektes zwischen Universität und dem Fürstenberg-Gymnasium zusammen.

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Fotos: Judith Schindler

Erstveröffentlichung am 29.03.2019 in der Ibbenbürener Volkszeitung