Umjubelte Premiere der Theater-AG mit dem Stück „Freitag, der 13.“
Mit dem abergläubisch klingenden Titel „Freitag, der. 13.“ hatte sich die Theater-AG in diesem Jahr für ein Stück nach Peter Reul entschieden. „Eine verrückte Robinsonade mit schrägen Typen, die den Jungmimen viel Gelegenheit bot, ihr Schauspieltalent unter Beweis zu stellen. Situationskomik, freche Sprüche, körperbetontes Spiel und sogar eine Gesangseinlage mit Choreografie sorgten immer wieder für Begeisterung und Heiterkeit unter den Zuschauern, die mit Applaus nicht sparten,“ schrieb die Ibbenbürener Volkszeitung am 10. Februar zur Premiere.
Licht- und Toneffekte ließen die Zuschauer in der Aula schon zu Beginn der Aufführung die Atmosphäre in einem Flugzeug spüren; die kontrastreichen Charaktere wurden hier durch Monologe der Passagiere deutlich – vom angespannt gestressten Geschäftsmann bis hin zur hyperaktiv anmutenden Sportlerin; mit den eingespielten Videoszenen aus dem Cockpit konnte man wirkungsvoll den Absturz der Maschine 737 nach Bangkok miterleben.
Vor der detailreichen Kulisse einer Südseeinsel entfalteten sich dann „interessante Geschichten, witzige Dialoge und spielfreudige Akteure“ (IVZ) zwischen den Gestrandeten, zwei Abenteuerurlaubern und einer Eingeborenen, die zunächst an das Überleben von Robinson Crusoe, dann an das Dschungelcamp und schließlich an die Trumanshow erinnerten.
„Ich mache das immer wieder gerne“, blickte Theaterpädagoge und Regisseur Markus Hesse auf sein sechstes Jahresprojekt am Fürstenberg-Gymnasium zurück. „Mir macht’s Riesenspaß mit den Jugendlichen zu arbeiten,“ zumal die Auswahl des jeweiligen Stückes demokratisch von den 16 Schauspielern der Klassen 8-Q1 bestimmt werde. „Die Stücke der Theater-AG bescheren uns jedes Jahr aufs Neue wunderbare Theaterabende“, freute sich Schulleiter Michael Kamlage über eine gelungene Premiere von „Freitag, der 13.“. Die zweite Theateraufführung am Sonntag musste Kamlage aus Sicherheitsgründen absagen; Sturmtief „Sabine“ führte am Folgetag sogar zu einem Unterrichtsausfall im gesamten Schulzentrum. Eine dritte Aufführung fand deshalb als Ersatztermin am Dienstag statt.


Darsteller: Sophia Post, Hanna Berkenheide, Julia Greiwe, Mattis Pieper, Emma Robbes, Marie Johannemann, Thalia Niggemann, Marie Finke, Pia Brinkhus, Madleen Albermann, Daniela Dik, Lydia Kampel, Sven Kretschmer, Fiona Middendorf, Lisa Brose und Nele Meyer.


Weitere Beteiligte: Markus Hesse (Regie und Bühnenbild), Peter van Briel (Bühnenbild), Andrea Jasper (Maske), Eva Bachmann (Musikalische Gestaltung), Johannes Leigers, Tamy Ahrens, Sophia Berkenheide und Steven Goldbeck (Film- und Fotomaterial), Lydia Kampel (Souffleuse). Technisch betreut wurde die Aufführung von Joachim Bachmann, Kilian Lüttmann, Marvin Böggemann, Paul Lage, Dominik Stöber, Henry Robbes sowie den Hausmeistern Ludger Blankemeyer und Leo Becke.

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Die Theater AG des Fürstenberg Gymnasium bereitet sich wieder vor!
„Freitag, der 13.“ heißt das neue Werk. Premiere ist aber am Freitag, dem 7.

Eine komödiantische Robinsonade von Peter Reul
Zum Inhalt: Wer an einem Freitag, dem 13., eine Flugreise unternimmt, muss damit rechnen, dass der Flug nicht planmäßig verläuft. So geschieht es auch diesen Passagieren, die sich nach einer Notwasserung zusammen mit dem Piloten und drei Stewardessen fernab aller Zivilisation auf einer einsamen Insel im Pazifik wiederfinden.
Notgedrungen muss man miteinander auskommen und das Überleben organisieren, auch wenn sich hier recht unterschiedliche Charaktere zusammengefunden haben. Als dann noch eine Gruppe Abenteuerurlauber auftaucht und eine Eingeborene gesichtet wird, beginnt die Lage dramatisch zu werden, bis sich durch eine überraschende Wendung alles auflöst. Oder ist das alles nur ein böser Traum?
Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Theaterabend! Wir laden Sie ganz herzlich ein!

Die drei Vorführungen finden in der Aula der Fürstenbergschulen, Brookweg 7, statt

am Freitag, den 07.02., um 19:30

am Sonntag, den 09.02., um 17:00 (entfällt wegen des Sturmtiefs "Sabrina")

am Montag, den 10.02., um 19:30

am Dienstag, den 11.02, um 17:00Uhr (Ersatztermin).

Karten (3 bzw. 4 Euro) gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Volk (ab sofort) und ab dem 03.02. in den großen Pausen in der Aula.

Die Mitglieder der Theater-AG freuen sich sehr!

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Mit giftigen Sprüchen und schwarzem Humor geben die Fürstenberger unter der Regie von Theaterpädagoge Markus Hesse eine facettenreiche wie skandalverdächtige Fortsetzung des Fernsehsketches „Dinner for One“. Zur Premiere der Komödie „Miss Sophies Erbe“ waren am Freitag mehr als 200 Zuschauer in die Aula der Fürstenbergschulen gekommen.
Miss Sophie ist tot, von Butler James keine Spur. Das Testament der alten Dame soll eröffnet werden. In Erwartung eines großzügigen Erbes geraten die geladenen Nachkommen vor der Kulisse eines Anwesens aneinander.
Rücksichtslos sarkastische, aber hoch amüsante Wortgefechte prägen bis zum Schluss das Stück nach Andreas Wening: Da ist die selbstverliebte, weniger erfolgreiche und männerverschlingende Operetten-Diva Ludmila Stroganoff; die Hoffnungen dieser Frau vermag Denise Schierbaum auch im melancholischen Gesang mit dem Oberstufenchor unter der Leitung von Eva Bachmann auszudrücken: „Mein Freund und Kenner, der Alkohol.“ Offene Schlagabtausche mit ihrer kratzbürstigen Assistentin Gundula von Knorpheim (gespielt von Anna-Maria Bergmann) lassen den Zuschauer bitter bösen Humor erleben. „Das einzige Männliche, was sie je in ihrem Leben hatte, war ihr Damenbart“, schießt Ludmila gegen die biedere Gundula, die sich stets zu wehren weiß: „Sie haben ja bei jedem besteigungswilligen Gockel geglaubt, es wäre die große Liebe.“
Ein besonnenes Auftreten zeigt Notar Dr. Harry Ross (Sara-Marie Zweihoff), der wie ein souveräner Gastgeber zwischen den streitenden Parteien moderiert. Der gut aussehende, schüchterne Butler Paul (Mila Schindler) versucht sich immer wieder den Annäherungsversuchen einzelner Gäste zu entziehen: „Ich bin doch kein Mann für eine Nacht.“ Derweil scheint sich Erbanwärter Richard Pommeroy (Madeline Killmann) in dem Anwesen mehr und mehr heimisch zu fühlen. Durch die gelungene Maskenarbeit von Andrea Jasper fällt der hohe Anteil an Schauspielerinnen optisch gar nicht auf.
Einen ausdrucksstarken Auftritt beweist Jens Brüggemann als Siegfried Roy Toby. Der schrille, hysterische Paradiesvogel und eingebildete Modemacher – mit seinem geringgeschätzten Assistenten Terry (Hanna Berkenheide) im Schlepptau – lebt in seiner eigenen Welt. Seinem selbstbewussten Lied „Ich bin, wie ich bin“ stimmt der Chor singend zu. Viele Extrawünsche und eine „You-have-to-do-Liste“ bringen Sophia Post als burschikose Köchin Marlies endgültig auf die Palme; energisch zeigt sie der sogenannten „Rüsselschwester“ die Grenzen auf.
„Es sind sein Herz und seine Seele, die mich berührt haben“, versucht die aufreizende Gilla Winterbottom (Anne Philipp) ihre wahre Liebe zu dem deutlich älteren, stark pflegebedürftigen und vernachlässigten Herbert Winterbottom (Melissa Rass) vorzugaukeln. „Sie wird ihm auf dem Standesamt einen Magneten an den Herzschrittmacher gehalten haben, damit er noch mal ‚Ja‘ sagt“, deutet man in der Runde die Absichten des „geldgierigen und verschlampten Flittchens“ an.
Der plötzliche Tod des Mr. Winterbottom ruft zwei taktlose, aber pflichtbewusste Kommissarinnen (Katharina Bergmann und Malin Hörnschemeyer) auf den Plan, die später die trauernde Witwe als Mörderin festnehmen. Einen schauderhaften Auftritt des Bestatters (Hannah Kruse, zugleich unauffällige Souffleuse) ermöglicht das Technik-Team unter der Leitung von Hans-Joachim Bachmann mit speziellen Lichteffekten.
„Wie hat diese alte Bergziege so viele Männer gefügig gemacht?“, klagen die vier Erben, die Miss Sophies Stiefkinder sind. Die alte Dame hatte offenbar nicht nur vier Ehen mit jungen Männern, sondern wusste auch, sie angesichts ihres Vermögens umkommen zu lassen, wie Köchin Marlies zu berichten weiß.
„Ihr lieben Zurückgebliebenen...“ – Das Testament offenbart Butler James als Miss Sophies große Jugendliebe und als Todesengel. Zum großen Entsetzen erhalten die Erbanwärter anstelle eines großen Vermögens Urnen mit den Überresten ihrer ermordeten Väter. Dazu jeweils ein kleines Souvenir – makaber. Notar Harry Ross tritt mit seiner Frau Marlies, der Köchin, in die Fußstapfen seiner Mutter Miss Sophie und seines Vaters James mit den prominenten Worten „The same procedure as every year“.

Bildunterschrift: Miss Sophies geladene Erben hatten sich wohl mehr vom Testament der alten Dame erhofft – Statt Geld bekommen sie vom Nachlassverwalter die Überreste ihrer auf mysteriöse Weise verschwundenen oder verstorbenen Väter überreicht.

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Erstveröffentlichung am 17.12.2018 in der Ibbenbürener Volkszeitung

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