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Mobbing zu erkennen, die Perspektive des Ausgegrenzten einzunehmen und Strategien der Klassengemeinschaft gegen Ausgrenzungen zu entwickeln, waren die Schwerpunkte des Projekttages „Spotlight – Theater gegen Mobbing“ in den sechsten Klassen.
Klassenweise schauten die Sechstklässler zunächst einen Spielfilm mit dem Thema „Mobbing“. Anschließend spielten sie eine selbst ausgesuchte Szene aus dem Film nach und versuchten in dem Rollenspiel die Gefühle der gemobbten Personen aufzudecken. Um die Mobbingsituation in der Klasse aufzulösen, erkannten die Teilnehmer schnell, dass gemobbte Schüler im Sinne von „sich für jemanden einsetzen“ auf die entschiedene Hilfe der Klassenkameraden angewiesen sind. Der Weg aus der „Mobbingfalle“ führte über Schülergespräche im Plenum zu unterschiedlichen schülerorientierten Lösungsstrategien.
Können solche Konflikte auch in der eigenen Klasse auftreten? Diese Frage diskutierten die Schüler anschließend nach Geschlechtern getrennt mit den betreuenden Lehrern. Zum Abschluss des Projekttages kamen die Schülerinnen und Schüler in der Klasse wieder zusammen, um zu klären, ob es geschlechtsspezifische Konflikte zwischen Mädchen und Jungen gibt. Der Tag endete schließlich mit gruppendynamischen Spielen.


Hintergrund: Der Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung e.V. (asb) Münster hat unter dem Titel „SPOTLIGHT — Theater gegen Mobbing“ einen Projekttag für die Klassen 6 entwickelt, der die Schülerinnen und Schüler für das Thema „Mobbing“ sensibilisiert und konkrete Mobbingsituationen in den Klassen beleuchtet. Zehn Lehrerinnen und Lehrer des Fürstenberg-Gymnasiums haben an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen und begleiten jedes Jahr das theaterpädagogische Projekt.

Spende

Sparkasse unterstützt pädagogisches Engagement an den Fürstenbergschulen
Soziales Lernen – mit Kopf, Herz und Hand lernen Schüler in besonderen Projekten gezielt Verantwortung für sich und auch für andere zu übernehmen. An den Fürstenbergschulen ist das fest im Schulprogramm verankert und am christlichen Menschenbild orientiert. Anne-Christine Siebelmeyer von der Kreissparkasse Steinfurt in Recke überreichte nun einen Spendencheck in Höhe von 2000 Euro zur Förderung dieses besonderen pädagogischen Engagements der Fürstenberger. Als ein Baustein des Sozialen Lernens soll vor allem die Medienkompetenzförderung von der Spende profitieren. Dazu zählen – an Gymnasium und Realschule – die Ausbildung der Medienscouts und ein Elternabend zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Medien. Beim Medienkompetenztag konnte sich Anne-Christine Siebelmeyer von der Sparkasse vor Ort von der praxisnahen und schülerorientierten Arbeit überzeugen: Unter Anleitung von Medienpädagogen der Jugendbildungsstätte Tecklenburg und den Schülermedienscouts der Fürstenbergschulen lernen die Fünftklässler, wie man geeignete Profilbilder erstellt oder welche Bilder und Musikstücke man überhaupt weiterverwenden darf. Welche sozialen Netzwerke gibt es überhaupt? Und ab wann spricht man eigentlich von „Cybermobbing“? Die konstruktive Zusammenarbeit der jüngsten Fürstenberger mündet schließlich in der eigenverantwortlichen Erstellung verbindlicher WhatsApp-Klassenregeln, die über die Medienkompetenztage hinaus gültig sind. Dass Fünftklässler im Bereich sozialer Medien von älteren Schülern lernen, habe sich bewährt, wie die betreuenden Lehrer beider Schulformen betonen. Dieses Konzept der „Peer-to-peer-education“ komme bei den Schülern immer wieder gut an.

Bildbeschreibung: Viele Besucher für die Gruppe einer fünften Klasse beim Medienkompetenztag: (hinten v.l.) Katharina Hoge (Jugendbildungsstätte Tecklenburg), Martin Eichholz, Medienscouts der Klassen 10, Anne-Christine Siebelmeyer (Sparkasse), Realschulrektor Heinz-Dieter Meyer, Tanja Brügge-Feldhacke, Oberstudiendirektor Michael Kamlage, Carolin Oude-Engberink und Marita Niggemann-Werth.

Erstveröffentlichung am 05.05.2018 in der Ibbenbürener Volkszeitung

Alkoholprävention

Für jeweils einen Tag fand in dieser Woche für die achten Klassen des Fürstenberg-Gymnasiums der Alkoholpräventionstag statt. Von der Schule aus ging es zum Dio-Jugendheim in Recke, wo zuerst Kennenlern- und Zusammenhaltspiele gespielt wurden. Dana begann die Beschäftigung mit dem richtigen Thema. Es ging darum die Schüler und Schülerinnen auf das Alkoholtrinken vorzubereiten. Betreut wurde das Projekt von Anne Siemon, Anna Kegler, Petra Ilger und Günter Fehlker. Zunächst wurde jede Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, in denen alle Aktivitäten des Tages ausgeführt wurden. Eine Gruppe, die von Anne Siemon und Anna Kegler geleitet wurde, sah sich einen Film an, der von Schülern gedreht worden war. In dem Film ging es um zwei Mädchen, die von Oberstufenschülern auf eine Party eingeladen wurden. Im Gegenzug sollten sie „harten Alkohol“ mitbringen. Sie gaben sich als 18 aus, kauften Alkohol und betranken sich auf der Party. Auf dem Heimweg verunglückte das eine Mädchen aber wegen des hohen Alkoholkonsums und starb noch an der Unfallstelle. Dann gab es eine Mittagspause, nach der die Gruppenaktivitäten gewechselt werden sollten. Der zweite Programmpunkt wurde von Petra Ilger geleitet, die davon erzählte, wie es zu einer Sucht kommen kann. Die drei entscheidenden Suchtfaktoren sind demnach die Persönlichkeit, Probleme und Suchtmittel an sich. Diese wurden den Schülern an dem Beispiel eines fiktiven Jungen namens Paul verdeutlicht, der durch den Alkohol zwar seine Schüchternheit überwinden konnte, auf Dauer aber vielleicht süchtig wird. Nachher haben die Schüler versucht, mit einer „Alkoholbrille“, die unterschiedliche Trunkenheitsgrade simuliert, einen Parcours zu absolvieren. Man musste auch ein Schloss aufschließen, Scooterroller fahren und Geld zählen. Meist hat das gut geklappt, nur ein paar Schüler sind gegen die Hindernisse gelaufen. Nach einer weiteren Pause wurden die Fragen, die die Schüler in der Woche zuvor aufgeschrieben hatten, anonym beantwortet. Es ging darum, warum man sich über Alkohol informieren sollte oder warum Alkohol überhaupt erlaubt ist. Als alle heimgingen, waren die Schüler um viele gute Tipps und viele Infos reicher.
Text: Hannah Sostmann (8a3); Fotos: Lynn Steffen (8a1), beide Medienwerkstatt

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