Alkoholprävention

Für jeweils einen Tag fand in dieser Woche für die achten Klassen des Fürstenberg-Gymnasiums der Alkoholpräventionstag statt. Von der Schule aus ging es zum Dio-Jugendheim in Recke, wo zuerst Kennenlern- und Zusammenhaltspiele gespielt wurden. Dana begann die Beschäftigung mit dem richtigen Thema. Es ging darum die Schüler und Schülerinnen auf das Alkoholtrinken vorzubereiten. Betreut wurde das Projekt von Anne Siemon, Anna Kegler, Petra Ilger und Günter Fehlker. Zunächst wurde jede Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, in denen alle Aktivitäten des Tages ausgeführt wurden. Eine Gruppe, die von Anne Siemon und Anna Kegler geleitet wurde, sah sich einen Film an, der von Schülern gedreht worden war. In dem Film ging es um zwei Mädchen, die von Oberstufenschülern auf eine Party eingeladen wurden. Im Gegenzug sollten sie „harten Alkohol“ mitbringen. Sie gaben sich als 18 aus, kauften Alkohol und betranken sich auf der Party. Auf dem Heimweg verunglückte das eine Mädchen aber wegen des hohen Alkoholkonsums und starb noch an der Unfallstelle. Dann gab es eine Mittagspause, nach der die Gruppenaktivitäten gewechselt werden sollten. Der zweite Programmpunkt wurde von Petra Ilger geleitet, die davon erzählte, wie es zu einer Sucht kommen kann. Die drei entscheidenden Suchtfaktoren sind demnach die Persönlichkeit, Probleme und Suchtmittel an sich. Diese wurden den Schülern an dem Beispiel eines fiktiven Jungen namens Paul verdeutlicht, der durch den Alkohol zwar seine Schüchternheit überwinden konnte, auf Dauer aber vielleicht süchtig wird. Nachher haben die Schüler versucht, mit einer „Alkoholbrille“, die unterschiedliche Trunkenheitsgrade simuliert, einen Parcours zu absolvieren. Man musste auch ein Schloss aufschließen, Scooterroller fahren und Geld zählen. Meist hat das gut geklappt, nur ein paar Schüler sind gegen die Hindernisse gelaufen. Nach einer weiteren Pause wurden die Fragen, die die Schüler in der Woche zuvor aufgeschrieben hatten, anonym beantwortet. Es ging darum, warum man sich über Alkohol informieren sollte oder warum Alkohol überhaupt erlaubt ist. Als alle heimgingen, waren die Schüler um viele gute Tipps und viele Infos reicher.
Text: Hannah Sostmann (8a3); Fotos: Lynn Steffen (8a1), beide Medienwerkstatt

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Ozio Gallery

Spotlight

Im Rahmen des Sozialen Lernens haben die Sechstklässler in der vergangenen Woche jeweils einen Tag am theaterpädagogischen Projekt „Spotlight – Theater gegen Mobbing“ teilgenommen. Unter der Begleitung von speziell fortgebildeten Lehrern entwickelten die Schüler – ausgehend von einem Film – das Gespür, Mobbingfälle zu erkennen. Sie wählten Spielfilmszenen aus, spielten diese in einem Rollenspiel nach, um die Gefühle der gemobbten Mitschüler aufzudecken. Schnell erkannten sie, dass gemobbte Personen auf die entschiedene Hilfe ihrer Klassenkameraden angewiesen sind, und entwickelten eigenständig Strategien aus der „Mobbingfalle“. Ob und wann solche Fälle auch in der eigenen Klasse auftreten können, diskutierten die Teilnehmer dann nach Geschlechtern getrennt mit ihren betreuenden Lehrern. Zur Auflockerung der Arbeitsatmosphäre führten die Gruppen zwischen den Arbeitsphasen unterhaltsame gruppendynamische Spiele durch (siehe Foto).


Hintergrund: Der Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung e.V. (asb) Münster hat unter dem Titel „SPOTLIGHT — Theater gegen Mobbing“ einen Projekttag für die Klassen 6 entwickelt, der die Schülerinnen und Schüler für das Thema „Mobbing“ sensibilisiert und konkrete Mobbingsituationen in den Klassen beleuchtet. Zehn Lehrerinnen und Lehrer des Fürstenberg-Gymnasiums haben an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen und begleiten jedes Jahr das theaterpädagogische Projekt.