soziale Netzwerke

Fünftklässler lernen verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Netzwerken

Nicht nur WhatsApp, sondern auch Instagram, Snapchat und Facebook spielen als soziale Netzwerke eine zunehmende Rolle in der Welt junger Menschen. Um sich den Gefahren, Rechten, Pflichten und angemessen Umgangsformen im Netz frühzeitig bewusst zu werden, nahmen auch in diesem Jahr alle Fünftklässler der Fürstenbergschulen jeweils einen ganzen Tag an den Medienkompetenztagen teil. Unter der Anleitung fachkräftiger Medienpädagogen um Leo Cresnar (Jugendbildungsstätte Tecklenburg) und den Medienscouts der Jgst. 9 konnten die Schüler der Klassen 5 Grundsätze zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Netzwerken erarbeiten: Nach welchen Kriterien wähle ich ein gutes Profilbild aus? Oder wie bearbeite ich meine Fotos? Welche Bilder darf ich überhaupt veröffentlichen? Und ab wann spricht man eigentlich von Cybermobbing? Die konstruktive Zusammenarbeit der Sextaner mündete schließlich auch in die Erstellung verbindlicher WhatsApp-Klassenregeln, die über die Medienkompetenztage hinaus gültig sind. Das Konzept der „Peer-to-peer-education“ – die Medienscouts als praxisnahe „Lehrer“ – sei bei den Fünftklässlern wieder gut angekommen, wie die betreuenden Lehrer Peter Sterthaus und Martin Eichholz unterstrichen.

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Im folgenden Videoclip – erstellt von der Medienwerkstatt – stellen sich die Medienscouts des Fürstenberg-Gymnasiums vor:

Mit Smartphone auf dem Schulhof

Soziale Netzwerke gewinnen immer früher eine wachsende Bedeutung für junge Menschen. Das Internet und vor allem Smartphones ermöglichen eine schnelle und einfache Kommunikation mit jedem zu jeder Zeit. WhatsApp, Twitter, Instagramm, Snapchat, Facebook etc. sind die Plattformen, auf denen sich zunehmend Teile zwischenmenschlicher Beziehungen abspielen. Die Konsequenzen dessen, was Jugendliche dabei von sich selbst oder anderen im Netz preisgeben, werden bisweilen unterschätzt.
Um diesen neuen medialen Herausforderungen entgegenzutreten, nahmen die ersten Fünftklässler der Fürstenbergschulen in den vergangenen zwei Wochen jeweils einen ganzen Tag an den Medienkompetenztagen teil. Im Mittelpunkt des sozialen Lernens stand daher die Sensibilisierung für persönliche Daten und vor allem für Fotos in sozialen Netzwerken. Ohne Lehrer, aber unter Anleitung fachkräftiger Medienpädagogen um Leo Cresnar (Jugendbildungsstätte Tecklenburg) und den „frisch ausgebildeten“ Medienscouts der Realschule und des Gymnasiums konnten die Schüler der Klassen 5 Grundsätze zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Netzwerken erarbeiten. In den Klassen- und ausgewählten Smartboardräumen der Schule hatten die Betreuer eigens mediale Lernlandschaften hergerichtet.
Ein zentraler Aspekt war der Umgang mit und die Verbreitung von eigenen Bildern bei WhatsApp und Co. Denn einmal verschickte Bilder können nicht „zurückgeholt“ werden. Um Manipulationen durch andere vorzubeugen (z.B. bei Cybermobbing), verfremdeten die Schüler am Computer ihre eigenen Porträtbilder, ohne den Wiedererkennungseffekt zu zerstören, wohl aber den Missbrauch  dieser Fotos zu verhindern. Auch die Begriffe „Urheberrecht“ oder „Persönlichkeitsrecht“ lernten die Fünftklässler kennen: Dass die Missachtung solcher Rechte auch juristische Folgen haben kann, führte den Schülern noch einmal vor Augen, welche Tragweite ihres Handelns sich im Umgang mit Bildern Fremder im Netz ergeben kann.
Die koordinierenden Lehrer hoben abschließend die tolle Arbeit der älteren Schüler hervor und unterstrichen damit noch einmal das gut funktionierende Prinzip der „Peer-to-peer-education“: „Unsere Medienscouts können den 5ern vieles besser erklären als wir.“

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Medienscouts in Rostock

Vom 26. bis 28. Februar haben neun Medien-Scouts des Fürstenberg-Gymnasiums an der Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock teilgenommen. Im Zentrum der Konferenz mit Teilnehmern aus elf Bundesländern standen vor allem der intensive Austausch der Medien-Scouts und interessante Vorträge rund um die Themen „Neue Medien“. Die Konferenz fand in der Universität Rostock statt, übernachtet haben wir in einem Vier-Sterne-Hotel im Stadtzentrum von Rostock.

Die Konferenz startete am Freitagmorgen mit der Begrüßung der verschiedenen Referenten und Vorstellung der unterschiedlichen Medienscout-Projekte. Außerdem stellten sich auch die verschiedenen Vertreter der Techniker Krankenkasse vor, die auch der Hauptsponsor der Konferenz war. Anschließend gab Mitorganisator der Konferenz und Juuuport-Scout Marcel Müller wertvolle Tipps in seinem Vortrag „Onlineberatung – wie geht das?“ (Informationen: https://www.juuuport.de/). Danach informierte Hauptorganisatorin und Rechtsanwältin Gesa Stückmann über den „Anti-Mobbing-Koffer“ und ihr Projekt „Law4School“ (http://www.law4school.de/index.htm). Am Abend lernten wir in Form sogenannter „Barcamps“ die Arbeit anderer Medien-Scouts in ganz Deutschland kennen.

Am Samstagmorgen hörten wir uns den spannenden Vortrag „Rechtsradikalismus im Netz“ von Laura Schenderlein an. Danach informierte Götz Nordbruch in seinem Vortrag über „Salafistische Ansprachen in sozialen Medien – und was man dagegen tun kann“ (http://www.ufuq.de/). Nach der Mittagspause ging es weiter mit Vortrag „sexualisierte Gewalt im Netz“ von Frau Julia von Weiler (http://www.innocenceindanger.de/). Anschließend haben wir Medien-Scouts uns zu den bisher genannten Themen und unserer zukünftigen Vernetzung untereinander ausgetauscht. Den Samstagabend haben wir mit einer gemeinsamen Party ausklingen lassen. Am Sonntagmorgen stand dann noch ein gemeinsames Abschlussplenum aller Konferenzteilnehmer auf dem Programm. Nach dem Mittag machten wir uns dann auf die Rückfahrt mit dem Zug.

Fazit: Insgesamt war die Konferenz eine tolle Möglichkeit sich mit anderen Medien-Scouts aus dem ganzen Bundesgebiet auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Außerdem haben wir viel Neues gelernt. Für die tolle Organisation möchten wir uns ganz herzlich bedanken bei Leo Cresnar, Medienpädagoge bei der Jugendbildungsstätte Tecklenburg.

Die Medienscouts beraten alle Schülerinnen und Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums in den vielfältigen Fragen rund um die Themen „neue Medien“. Die Medienscouts sind: Elisa Schmitz (9a4), Ramona Lücke (9a1), Sara Rethmann (9a1), Marius Daut (9a2), Denise Bentrup (9a3), Louisa Barkmann (9a4), Jessica Lampe (9a3), Linus Hörnschemeyer (9a2), Mia Wiesmann (9a2), Alina Pott (9a1), Allen Mentrup (9a2), Marie-Claire (MC) Graf (9a4)

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Medienscouts 2015Von Sonntag bis Dienstag (1-3.11.) waren wir – die neuen Medienscouts am Fürstenberg-Gymnasium – in der Jugendbildungsstädte in Tecklenburg und haben an einem dreitägigen Workshop zum Thema „Sicherer Umgang im Internet“ teilgenommen. In Zukunft werden wir – eine Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen – besonders die jüngeren Schüler bei allen Fragen zum Internet und sozialen Netzwerken beraten. In einer Medienscouts-AG, die von Herrn Sterthaus und Herrn Eichholz betreut wird, werden wir unser Wissen vertiefen und Projekte für die jüngeren Schüler planen.

Zum Workshop: Im ersten großen Themenblock haben wir uns über Profilbilder unterhalten. Welche Fotos sind geeignet für z. B. Facebook, Instagram und WhatsApp? Was sollte auf den Fotos zu sehen sein? Auf jeden Fall ist es immer besser, wenn man das Gesicht nicht direkt erkennt, man könnte sich beispielsweise von hinten fotografieren. Als praktische Übung haben wir selber Bilder gemacht, die wir als unser Profilbild nutzen würden. Diese Bilder haben wir dann am Computer nachbearbeitet, sodass man uns nicht mehr wirklich erkennen konnte.