Exkursionen der Q1 zum Heiligen Meer
Statt im Klassenraum zu lernen, erkundeten Schülerinnen und Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums Recke im Juni die vielfältigen Lebensräume am Heiligen Meer. Der Biologie-Leistungskurs der Q1 unter der Leitung von Ralf Maria Wroblowski verbrachte zwei Tage im Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer, während der Biologie-Grundkurs von Lena Ebbing das Gebiet im Rahmen einer eintägigen Exkursion besuchte.
Die Jugendlichen untersuchten die ökologischen Bedingungen der Gewässer und bestimmten unter anderem Temperatur, pH-Wert, Sauerstoffgehalt und Leitfähigkeit. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Lebensbedingungen im Großen Heiligen Meer und im Erdfallsee sind und welchen Einfluss dies auf die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten hat.
Besondere Aufmerksamkeit galt sogenannten Zeigerpflanzen, die Rückschlüsse auf Bodenbeschaffenheit und Nährstoffgehalt zulassen. Auch seltene Beobachtungen sorgten für Begeisterung: Neben Feldhasen, Erdkröten und dem Neuntöter konnten die Schülerinnen und Schüler mehrere Hirschkäfer entdecken, darunter sogar ein Paar bei der Fortpflanzung. Eindruck hinterließ zudem der Mittlere Sonnentau – eine fleischfressende Pflanze, die auf nährstoffarmen Standorten wächst und ihren Nährstoffbedarf durch den Fang kleiner Insekten ergänzt.
Ein weiterer Höhepunkt für den Leistungskurs war die Entnahme von Planktonproben vom Paddelboot aus. Unter dem Mikroskop wurden anschließend zahlreiche Kleinstlebewesen wie Wasserflöhe, Rädertierchen und Algen untersucht. Besonders die Mückenlarven verdeutlichten eindrucksvoll, wie stark Lebewesen an ihre Umwelt angepasst sind.
Die Exkursionen machten deutlich, dass Biologie besonders dann lebendig wird, wenn ökologische Zusammenhänge direkt vor Ort erforscht und erlebt werden können. Für die Schülerinnen und Schüler boten die Tage am Heiligen Meer wertvolle Einblicke in die wissenschaftliche Arbeitsweise und die faszinierende Vielfalt heimischer Ökosysteme.

