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Das 50-jährige Jubiläum der bemannten Raumfahrt wählte sich der Literaturkurs des Jahrgangs Q1 / 12 als Thema. Neben anderen Gruppen organisierten fünf Schülerinnen einen Schreibwettbewerb für die Klassen 5 und 6 der Realschule und des Gymnasiums. Sie stellten das Thema „Weihnachten auf dem Mond“. Sie erhielten ideenreiche und höchst pfiffige Aufsätze, so dass sie schon wegen der Zahl der Einsendungen getrennt nach den beiden Klassenstufen jeweils fünf Preise vergeben mussten. Als besonderer Anreiz sollen die Sieger der jeweiligen Jahrgänge werden in der Jahresschrift der Schule veröffentlicht werden.


Jury der Schülerinnen aus dem Literaturkurs Fasse, Jahrgangs Q 1 / 12

Franziska Niemeyer
Linda Kotterba
Carmen Rieke
Franziska Siering
Lisa Veerkamp


Antonia Büscher, Klasse 5d

Weihnachten auf dem Mond

Letztes Weihnachten feierten wir auf dem Mond. Alles ist so angefangen. „Wie es wohl ist, Weihnachten auf dem Mond zu feiern?“, grübelte Papa hinter seiner Zeitung versteckt. „Wie kommst Du denn da drauf?“, fragte Mama verdutzt. Ich meinte: „Das wäre doch cool!“ – „Wir können uns ja ein Raumschiff für drei Personen mieten“, sagte Papa. Alle haben zugestimmt. Als wir auf dem Platz der Raumschiffvermietung standen, habe ich drei Favoriten gesehen. Ein Spongebob Raumschiff, ein Kakaotassen Raumschiff und ein Schultaschen Raumschiff. Papa hat gesagt, wir nehmen das Spongebob, Am 5. Dezember wollten wir das Raumschiff abholen. Doch es war nicht mehr zu finden! Dummerweise hatten wir es auch nicht schriftlich reserviert.
Papa wollte alles schon abblasen, doch Mama meinte, wir könnten auch mit einem ganz normalen Raumschiff reisen. Gesagt, getan! Am 10. Dezember packten wir unsere Sachen. Alles war sehr anstrengend und auch stressig. Mama und Papa rannten in der Wohnung ohne Ende hin und her. Dann besorgten wir noch schnell einen Tannenbaum und konnten einsteigen. Am 15. Dezember also reisten wir ab.
Am Morgen des 20. Dezember kamen wir auf dem Mond an. Wir hatten unsere Tanne geradefertig geschmückt, da sah ich so etwas Ähnliches wie einen Meteor. Ich schlich vorsichtig aus dem Raumschiff und folgte den Marsmännchen, die von allen Seiten herbeiströmten. Doch siehe da, es war kein Meteor, der da eingeschlagen war. Es war der Weihnachtsmann persönlich! Nur hatte der eine glatte Bruchlandung hingelegt. Allen Bewohnern stand vor Überraschung der Mund offen. „Hohoho, ich bin der Weihnachtsmann. Ich bin hier gestrandet, wie ihr unschwer erkennen könnt! Ich habe ein Riesenproblem, in vier Tagen ist Weihnachten und ich sitze hier auf dem Mond fest! Könnt Ihr mir helfen?“, stammelte der Weihnachtsmann, auch Santa Klaus genannt. „Na klar!“, schrie ich in die Menge. „ Was können wir tun?“ – „Ihr könnt die Rentiere versorgen“, sagte der heilige Mann. „Wie viele sind es denn?“, fragten da die Marsmännchen. „Acht!“, antwortete der Weihnachtsmann. „Ich sehe aber nur sieben!“, rief ich. - „Rudolf, Rudolf fehlt! Ohne ihn können wir den Schlitten nicht ziehen! Wir müssen ihn suchen!“, stöhnte der heilige Mann.
Fünf Marsmännchen und ich suchten Rudolf und sieben Marsmännchen versorgten die Rentiere. Santa Klaus reparierte in der Zeit den Schlitten. „Rudolf könnte überall sein“, ging es mir durch den Kopf. Plötzlich kam ein merkwürdiger Wind auf, über uns schwebte ein riesiges UFO und zog uns einfach in sich hinein! Hinter uns sagte eine dumpfe Stimme: „Aha, den ich einmal eingesogen habe, den lass ich so schnell nicht wieder frei!“ Wir drehten uns langsam uns. „Wwwer sind Sie?“, fragte ich. „Ich bin der große Dr. Doofenschmirtz.“ Ohne Vorwarnung fing er an zu kämpfen. Er nahm zwei große Marsmännchen und wirbelte sie durch die Luft. Die restlichen Männchen griffen Doofenschmirtz an, er stolperte und blieb an dem Steuerknüppel des Ufos hängen. Das Raumschiff begann zu schlingern. Schleuderte unkontrollierte durch den Weltraum. Es schrammte den Mond entlang. Dann hatte sich Doofenschmirtz wieder gefangen, er kam drohend auf uns zu. Eines der Marsmännchen war geistesgegenwärtig genug und drückte den Knopf der Falltür, auf der der Doktor gerade stand. Die Tür sprang auf, aber Doofenschmirtz krallte sich gerade noch an der Tür fest und wollte sich wieder hochziehen. Da trat ich ihm mit voller Wucht auf die Finger und er fiel hinunter, gerade auf die Venus.
Den waren wir los! Wir flogen zurück zum Mond, Dort hörten wir ein lautes Kreischen. Ich rannte zu unserem Schiff zurück und stieg hinein. Mama stand gerade neben der Tanne und vor der Tanne stand ein Rentier mit einer roten Nase. „Rudolf, hör auf, an der Tanne zu knabbern!“, schimpfte der Weihnachtsmann. „Wie kommst Du denn hierher?“, fragte ich. „Ich habe mir Sorgen gemacht, weil Deine Mutter so laut geschrieen hat“, sagte der Santa Klaus. Mittlerweile hatten sich alle bei uns im Raumschiff versammelt und jubelten lautstark: „Weihnachten ist gerettet!“
Am Heiligen Abend habe ich dann ein Teleskop geschenkt bekommen, das ich gleich, als wir wieder auf der Erde waren, ausprobiert habe. Ich sah den Mond, aber er sah irgendwie komisch aus. Das, was ich von hier sah, konnte nur das UFO von Dr. Doofenschmirtz verursacht haben, denn die Kratzer am Mond ähnelten einem riesigen, lachenden Gesicht. Für mich ein wirklich toller Anblick!


Lisa-Sophie Daut Klasse 6a2


Weihnachten auf dem Mond

Hallo, ich heiße Lisa Sophie, ich bin in der 6a2 des Fürstenberg-Gymnasiums in Recke und möchte euch davon bericht, wie die kleinen Marsmännchen Weihnachten auf dem Mond feiern, da ich hautnah dabei war. Also…Es fing alles damit, dass einen Tag vor Weihnachten morgens ein gigantisches Raumschiff bei uns im Garten landete. Als ich das sah, eilte ich aus meinem Zimmer, um mir das Raumschiff genau anzusehen. Die Marsmännchen waren sehr freundlich zu mir und luden mich ein, mit ihnen Weihnachten zu feiern. Da meine Eltern in Urlaubwaren, sagte ich todesmutig zu. Nun forderten die Marsmännchen mich auf, meinen Koffer zu packen, da ich vermutlich erst Silvester wieder zurück sein würde. Als ich dann alles zusammen gepackt hatte, griff ich noch schnell nach meinem Lieblingskuscheltier (na ja, man weiß ja nie, was alles so passiert, oder?)
Danach ging alles ganz schnell. Wir stiegen in das Raumschiff, das von außen ganz klein aussah und von innen riesig war. Dann hoben wir langsam ab und flogen Richtung Mond. Nach einiger Zeit konnten wir dann endlich den Erdtrabanten immer näher kommen sehen. Von hier sah er aus wie Spongebob, aber er hatte ja weder Armen noch Beine! Und dauerte es nicht mehr lange, bis wir landeten. Die kleinen, grünen Männchen führten mich nach der Landung zu einem großen Marktplatz wie man bei uns sagt. Die Leute hier sagten dazu „Plazo“. Das habe ich wenigstens verstanden.
Mit der Mitte stand ein riesiger weihnachtlich geschmückter Tannenbaum. Er erstrahlte in bunten, leuchtenden Farben. Hier auf dem Mond ist es schön, dachte ich. Nun ging die Führung weiter und wir erreichten ein kleines Hotel, dessen Beschriftung ich nicht entziffern konnte. Sie sah ungefähr so aus:  Jetzt könnt ihr euch sicherlich vorstellen, wie es dort für mich war! Aber ich hatte ihnen ja versprochen, mit ihnen zusammen zu feiern. Glücklicherweise gab es dort aber auch Marsmännchen, die mich verstanden. Es war schon spät am Abend, als ich mich von den Marsmännchen verabschiedete, um mich bettfertig zu machen und zu schlafen. Mein Zimmer dort sah so ähnlich aus wie meins zuhause. So fühlte ich mich darin sehr wohl. Ich schlief da sehr gut und lange, denn als ich aufstand, war es schon 8 Uhr. Das ist ja eigentlich nicht schlimm, aber um 8 Uhr war ich mit meinen neuen Freunden verabredet. So beeilte ich mich und stand schon um 8.15 Uhr am Plazo. Das Frühstück auf dem Mond ist ähnlich wie bei uns, aber irgendwie doch anders. Am Frühstückstisch waren alle Kinder schon ganz aufgeregt und redeten wild durcheinander, da ja heute der Heilige Abend war, Der Tag ging schnell zu Ende und es wurde langsam dunkel.
Eine helle Glocke ertönte. Ich wusste zwar nicht, was das bedeutete, aber die anderen anscheinend schon, denn sie versammelten sich alle auf dem Plazo. Ich folgte ihnen. Jetzt sangen sie alle Lieder und ich trällerte fröhlich mit, obwohl ich ja kein Wort davon verstand. Danach zogen sie sich wieder in ihre Häuser zurück. Als die helle Glocke dann wieder läutete, liefen sie wieder auf den Marktplatz und stellten sich im Kreis um den großen Tannenbaum. Ich drängelte mich in die erste Reihe, da ich sonst nichts sehen konnte. Endlich vorn angekommen sah ich erst, warum die etwa 500 Marsmännchen so staunten: Unter dem Baum lagen Hunderte von Geschenken! Sie alle waren mit einem Namenschildchen versehen. Nun stellten sie sich alle in einer Reihe auf, um nacheinander ihre Geschenke auszupacken. Ich stellte mich nach hinten, um erst einmal den anderen zuzusehen. Die Kinder kamen alle mit einem strahlenden Lächeln zurück und spielten mit ihren Geschenken.
Als ich an der Reihe war, war ich überrascht, dass der Marsmännchenweihnachtsmann auch an mich gedacht hatte. Voller Vorfreude packte ich schnell mein Päckchen aus. Nun kam sie zum Vorschein! Meine nagelneue Schultasche! Ich freute mich sehr und ging wieder zu anderen. Jetzt setzen wir uns alle zusammen in ein Wirtshaus und tranken viel Kakao. Wir erzählten uns spannende Geschichten. So kam es dazu, dass auch ich berichtete, wie wir Weihnachten feiern. Ich erzählte ihnen, dass wir auch einen großen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer aufstellen und so wie sie ihn mit vielen bunten Kugeln und Kerzen schmücken. Die Mondbewohner waren sehr interessiert und fragten mich bis spät in die Nacht aus.
Die nächsten Tage gingen auch wie im Fluge vorüber. Wir besuchten auch noch andere Dörfer auf dem Mond, um die Weihnachtsbäume zu vergleichen. Und Silvester flogen wir dann mit unserem Raumschiff wieder nach Hause. Vorher bedankte ich mich noch für das Geschenk und sagte zum Abschied: „Das war sehr schön hier auf dem Mond bei euch. Kann ich nächstes Jahr wieder mit euch Weihnachten feiern?“ – „Ja, natürlich! Wir freuen uns auf Dich!“, sagten sie herzlich. Ich entgegnete dann: „Okay, aber erst muss ich natürlich meine Eltern dazu bringen, auch nächstes Jahr in den Weihnachtsurlaub zu fliegen! Ich reue mich aber trotzdem und werde bei Vollmond immer an Euch denken!“
Und mit diesen Worten stieg ich still in das Raumschiff und flog dann wieder zu meinen Freunden zurück zur Erde. Als ich gerade zuhause war, kamen auch meine Eltern wieder und fragen mich: „Und was hast Du gemacht, während wir weg waren?“ Ich sagte nur: “Ach, nichts Besonderes!“ Und jetzt hatte ich mein kleines Geheimnis! Voller Vorfreude warte ich auf das nächste Jahr. Und so feierten wir Silvester mit bunten Raketen, die mich en wenig an die schönen Tannenbäume auf dem Mond erinnerten.


Gewinner beim Schreibwettbewerb „Weihnachten auf dem Mond“


Klasse 5

1. Antonia Büscher, Realschule 5d
2. Lisa Huilmann, 5a1
3. Hannah Kruse, Realschule 5 d
4. Luise Kipker, 5a3
5. Jana Kortemeyer, 5a3

Klasse 6

1. Lisa Sophie Daut, 6a2
2. Lynn Niemann, 6a2
3. Vera Konnemann, 6a4
4. Markus Verlemann, 6a1
5. Alexander Hillebrand, 6a1