Vorlesewettbewerb

„Man könnte meinen, bei euch zu Hause wird nur platt gesprochen“, würdigte Heinrich Rolfes im Namen des Heimatvereins Recke die Leistungen der ersten drei Preisträger des plattdeutschen Vorlesewettbewerbs am Fürstenberg-Gymnasium. „Und eigentlich haben wir hier nur Gewinner“, beurteilte die sachkundige Jury aus Lehrern im Ruhestand und Mitgliedern des Heimatvereins die Gesamtleistung der 18 teilnehmenden Schüler aus den Klassen 5-7. Die mitgebrachten Texte – aus der Grundschule oder von Verwandten – seien gut ausgewählt und eingeübt worden, so dass die Gewinner in der Wertung nur wenige Punkte voneinander entfernt gelegen hätten. Im Neuenkirchener Platt überzeugte Benedikt Abing (5a1) die Jury schließlich auf ganzer Linie mit seiner Geschichte vom Pastor, der im Moor versank, aber nicht von der Feuerwehr gerettet werden wollte mit den wiederkehrenden Worten „De Heer is mien Retter!“ Am Himmelstor fragt der Herrgott schließlich den starrköpfigen Pfarrer: „Warum wolltest Du Dich nicht von mir retten lassen, ich hab Dir doch dreimal die Feuerwehr geschickt?“ Mit ihrem ausdrucksstarken Vortrag des Textes „De oule Komaude“ belegte Sophia Egbert aus Voltlage (6a3) den zweiten Platz vor Paula Töns aus Hopsten (5a3), die mit „Pannekoken un Pumpernickel“ ebenfalls die Jury begeisterte. Das vorbildliche Lesen der Teilnehmer lobten auch Jürgen Meyring als Vertreter der Schulleitung und Dr. Peter Hawig, Organisator des plattdeutschen Vorlesewettbewerbs. Als Schulgewinner wird Benedikt Abing am 2. März das Fürstenberg-Gymnasium auf Kreisebene in Steinfurt vertreten. „Völ Glück!“

Bildunterschrift: Die Preisträger des plattdeutschen Vorlesewettbewerbs am Fürstenberg-Gymnasium Recke (in der Mitte v.l.): Paula Töns (5a3), Sophia Egbert (6a3) und Benedikt Abing (5a1).

Fotos: Tamy Ahrens, Hannah Sostmann und Lynn Steffen (Medienwerkstatt)

Erstveröffentlichung am 29.01.2018 in der Ibbenbürener Volkszeitung

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