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Abiturfeier der Seniorenschule„Gäbe es die Eule nicht, dann müsste sie erfunden werden!“, schloss Hermann Poggemann als Vertreter des Caritasverbandes Tecklenburger Land seine Laudatio beim ersten Abitur der Seniorenschule Eule des Fürstenberg-Gymnasiums am Freitagnachmittag. 11 Seniorenschüler konnten nach 13-jährigem Besuch der Seniorenschule ihr Abiturzeugnis erhalten. Zu der Feierstunde waren mehr als 150 Seniorenschüler, gut 50 derzeitige oder auch frühere Schülerlehrer gekommen. Johannes Rott und Christa Terheiden vom Caritasverband und Pia-Maria Schweiker als verantwortliche Lehrerin der Schule konnten Bürgermeister Eckhard Kellermeier als Vertreter der Schule, Herrmann Poggemann für die Caritas, den Schulgründer Meinolf Dörhof und Schulleiter Michael Kamlage begrüßen.

„Liebe Schülerinnen und Schüler“, schon bei der Anrede hatte der Hausherr und Schulleiter Mühe, „Da sind Seniorenschüler und Schülerlehrer.“ Allein die Spanne der Geburtsdaten sei faszinierend: 1927 sei die älteste Schülerin und Abiturientin geboren, 1998 die jüngste Lehrerin! Danach gratulierte er allen Beteiligten zu den Erfolgen. „Die Eule zeigt, Arbeiten mit Menschen macht Sinn. Die Eule ist jede Woche neu Soziales Lernen zwischen den Generationen, sie zeigt das gute Miteinander der Generationen: 140 Senioren kommen freitags am Nachmittag, Tendenz steigend!

„Das Abiturzeugnis ist ein Reifezeugnis“, begann der Bürgermeister seine Gratulation und ermunterte die Seniorenschüler, „haben Sie Teil am gesellschaftlichen Leben! Die Eule ist erwiesenermaßen eine wirklich gute Bildungseinrichtung für Recke!“

Abbrecher sei er, gestand Hermann Poggemann, er habe viel gelernt, bis zum Abitur in der Eule habe er es nicht geschafft. Namens der Caritas dankte er dem Gründer und allen ehrenamtlich Engagierten. „Beide profitieren, Jung und Alt. Als Schülersprecher ergriff Reinhold Pruß das Wort: „In der Seniorenschule habe ich gelernt, was man fürs Leben braucht!“ Englisch habe er sofort belegt und Computer. Meinolf Dörhoff, heute Leiter des Gymnasiums St. Arnold, erinnerte an die Anfänge vor 13 Jahren und beschrieb die Geheimnisse der Eule: Schüler fühlen sich ernst genommen, Erlebnisse schweißen zusammen, das Kaffeetrinken in der „großen Pause“ ist ungemein wichtig. „Der Stolz ist auf beiden Seiten – bei den Schülerlehrern und den Seniorenschülern!“

Stefan Rieke (Klavier) und Paulina Wendland (Trompete) gestalteten die Abiturfeier musikalisch. Ludger Tegeder überbrachte zum Schluss gereimte Glückwünsche.

Die Namen der erfolgreichen Abiturienten: Erika Beckemeyer, Doris Bode, Elsbeth Brüggemann, Gertrud und Reinhold Feldmann, Helene Janning, Maria Niehaus, Waltraud Niemann, Reinhold Pruß, Marianne Santel und Cilly Theumer.

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Abiturfeier der Seniorenschule