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Nach 37 Jahren als Sekretärin der Fürstenbergschulen ist Waltraud Weßling in den Ruhestand verabschiedet worden. An einer so großen Schule gearbeitet zu haben, sei schon eine besondere Leistung, gebe aber auch „Gelegenheit, viele Geschichten, heitere und traurige, zu erzählen und sich an sie zu erinnern“, sagte Schulleiter Michael Kamlage in der feierlich dekorierten Mensa. Seit 1984 habe sich Weßling auf die Eigenarten von sechs Schulleitern eingestellt und sich auf die gründlichen Änderungen im Sekretariat eingelassen – von der Arbeit mit der Schreibmaschine bis zur digitalen Schulverwaltung. Kamlage würdigte ihre gute wie hilfreiche Kommunikationsfähigkeit mit der Schulleitung und dem Kollegium. Neben erheblichen Organisationsfähigkeiten sei Frau Weßling den Anforderungen einer Sekretärin mehr als gerecht geworden, wie in Stellenausschreibungen zu finden sei: „Sie muss nicht nur freundlich und herzlich sein, sondern auch ein gepflegtes Auftreten haben und Kleidung tragen, die ihrer Aufgabe entspricht.“ Schule habe sie als wesentlichen Mittelpunkt ihres Lebens wahrgenommen, sei es durch Telefonkontakte, die Versorgung kranker Schüler oder durch ihren Einsatz bei besonderen Schulveranstaltungen. „Dieser Stolz auf die Schule hat Ihnen immer viel Kraft gegeben“, stellt Kamlage heraus. Und so sei es ihr Kampfgeist, ihre Tapferkeit gewesen, die sie durch jede noch so schwierige Zeit getragen habe. Bis zuletzt sei Weßlings Bereitschaft zum Helfen groß gewesen.
„Büro ist kein Ponyhof“, hätte auch das Abschlussmotto lauten können, zeichnete Realschulrektor Heinz-Dieter Meyer Frau Weßling als echte Fürstenbergerin aus. Mit Leib und Seele sei sie in guten und auch in weniger guten Tagen für die Schule da gewesen, erinnerte sich der pensionierte Schulleiter des Gymnasiums Werner Lehmann. „Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen…“, zitierte er den Psalm 91 und überreichte Frau Weßling einen Engel als Geschenk. In Dankbarkeit wünschten die Lehrerräte beider Schulen alles Gute für den Ruhestand. „Wer hat an der Uhr gedreht?“, blickte Hildegard Witthacke stellvertretend für die Verwaltung auf die gemeinsame Zeit mit Waltraud Weßling zurück und überreichte ihr einen Korb gefüllt mit Gutscheinen für gemeinsame Aktionen.
In Abschiedswehmut dankte Weßling allen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit, den gegenseitigen Respekt und die Kollegialität. In schweren Zeiten sei die Hilfsbereitschaft in der Schule groß gewesen. Den größten Dank richtete sie an ihre Familie für den Rückhalt. Zum Abschluss erklang „Winter Wonderland“ durch ein Lehrerensemble.