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Johannes Stertenbrink in den Ruhestand verabschiedet

„Warum habe ich 33 Jahre an dieser Schule unterrichtet?“ – Um Schülern mit Vergnügen mehr als nur Schreiben, Lesen, Rechnen beizubringen und um die Wissenschaft zu vermehren, ließ Johannes Stertenbrink Wilhelm Busch mit dem vierten Streich von Max und Moritz antworten, die Lehrer Lämpels Pfeife mit Schießpulver manipulierten.
Bei seiner feierlichen Verabschiedung in den Ruhestand machte Stertenbrink deutlich, seine Arbeit nicht wie Arbeit empfunden zu haben. Bei guter Bezahlung habe er vielmehr sein Hobby ausgeübt, bei dem er den Schülern als Lernbegleiter zur Seite stehen konnte. „Zwischendurch ein Witz“ oder „einfach nur Mensch zu sein“, tue genauso gut wie die Akzeptanz im Kollegium so sein zu können, wie man sei. Seine Zeit am Fürstenberg-Gymnasium sei von viel Freude am Beruf geprägt gewesen. Für die Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Fachschaften dankte er ausdrücklich. Im Ruhestand warte auf den Familienmensch Sterti ein abwechslungsreicher neuer Alltag.
„Stertis großer Preis“, lautete das Quizspiel der Fachschaften zum Abschied. Knobelaufgaben, Tabubegriffe oder Montagsmaler offenbarten die Fachkenntnisse des Schlaumeiers Stertenbrink. Mit Sterti gehe ein „einzigartiges Exemplar“ in den Ruhestand, karikierte Ralf Wroblowski als nun einziger männlicher Biologielehrer. Wegen seiner besonderen Affinität zu den Erdmännchen bekam der Pensionär eine Tierpatenschaft im Osnabrücker Zoo überreicht und einen lustigen Filmclip der Fachschaften dargeboten.
Stertenbrinks große organisatorische Begabung sei immer wieder unter Beweis gestellt worden, griff Schulleiter Michael Kamlage in seiner Rede auf frühere Leistungsberichte zurück, in der die neuen Arbeitsmethoden im Mathematikunterricht, der Schlaumeier-Wettbewerb oder das NAT-Working-Programm besondere Erwähnung fanden. „Sie sind begeisterter Klassenlehrer“, der viel Spaß mit den ganz Kleinen gehabt habe. Und ohne Herrn Stertenbrink wäre sicherlich auch der Umbau der Naturwissenschaften nicht so gut gelungen. „Überhaupt ist auch das Herangehen an Probleme etwas, was Sie auszeichnet. Wenn andere stöhnen, sobald schon wieder etwas Neues zu machen ist, überwiegt bei Ihnen die Neugier darauf, ja bei manchen Themen eine Begeisterungsfähigkeit wie bei einem Kind,“ beschrieb Kamlage Stertenbrinks Eigenschaften als Koordinator. Dessen Rollenklarheit als Fach- oder Klassenlehrer, als MAV-Vorsitzender oder als Kollege wusste der Schulleiter ebenso würdigen und dankte dem Pensionär für Ehrlichkeit und Offenheit. „Ich bin mir sicher, dass Ihre Naturverbundenheit und Ihre Fähigkeit, in der Natur immer wieder Neues und Staunenswertes zu finden, Sie noch lange fit und jung halten wird.“
Alles Gute, Sterti!

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