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Meyring, Pompe und Stöckmann verabschiedet
„Es sind vor allem die Menschen, die das Fürstenberg-Gymnasium zu einem guten Arbeitsplatz machen,“ blickte Dorothee Stöckmann auf ihre Zeit seit 1984 in Recke zurück. Und auch Jürgen Meyring – seit 1982 am Gymnasium – ließ keinen Zweifel daran erkennen, gerne zur Schule gegangen zu sein. In besonderen Projekten sei das Wirken der „Urgesteine“ besonders sichtbar geworden, stellten die beiden Schulleiter Bärbel Müller und Michael Kamlage bei der feierlichen Entlassung der Pensionäre heraus. Dass für beide Schule weit mehr als Unterricht gewesen sei, habe man an vielen Stellen im außerunterrichtlichen Bereich sehen können: bei Meyring im Bereich des Stunden- und Vertretungsplans oder in der Betreuung des Tansaniaprojektes, bei Stöckmann in der Begleitung des Compassion-Projektes oder in der Einrichtung und Pflege des Schulteiches. „Sie gehen in eine wunderbare, herrliche Zeit“, prognostizierte der bereits pensionierte Schulleiter Werner Lehmann mit lebendigen Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit.


„Top Modell, top Berufsberater“
Fast eineinhalb Schülergenerationen dürften ihm zu Dank verpflichtet sein. Mit Stöckmann und Meyring verabschiedete sich auch Otto Pompe von der Agentur für Arbeit in Rheine. Als „fest installiert“ mit eigenem Schlüssel für die Schule beschrieb Dr. Peter Hawig den scheidenden Berufsberater. Man habe spüren können, dass ihm die berufliche Zukunft der Schüler stets ein wirkliches Anliegen gewesen sei. Weit über das Notwendige hinaus habe sich Pompe engagiert, der sich für eine gute Zeit in Recke bedankte. In Anlehnung an eine Anekdote (ital. otto pompe -> dt. acht Pumpen) resümierte Markus Möckel: „Top Modell, top Berufsberater.“


„Ein Glücksgriff für uns alle“
„Ihre frohe, aufgeschlossene Art schafft eine Atmosphäre, in der sich jedermann wohl fühlt,“ hatte Schwester Elisabeth bereits 1987 im Leistungsbericht zu Dorothee Stöckmann festgehalten. Ihre positiven Eigenschaften habe sie immer genutzt, um Schule konstruktiv weiterzubringen, führte Kamlage die Beschreibung der Biologie- und Chemielehrerin fort. Mit der „Betreuung des Arbeitskreises Umwelterziehung und Ökologie“ und der bürokratisch aufwendigen Einrichtung des Schulteiches bereichere ihre Arbeit das Schulleben bis heute. Besonders hob Kamlage den Wert und die Bedeutung des Compassion-Projektes hervor, das Stöckmann selbst als wichtige Chance für die Schüler beschrieb, „Menschen am Rande der Gesellschaft zu begegnen“.
Ihre Lebensfreude und ihr „honig-goldener Humor“ spiegelte sich auch darin wider, als sie kostümiert als „kleine, freche, schlaue Biene Doro“ besungen wurde. Beim Pflanzenraten gewann sie gleich mehrere „chemische Getränke“ und Gutscheine für ein „Spülen in der Biologiesammlung“. „Always look at the bright sight of life“, erinnerte sich Kollegin Kathrin Feldkämper an die Zusammenarbeit und beschrieb Doro Stöckmann als „Glücksgriff für uns alle“. „Noch kann ich tanzen“, hatte Stöckmann eine Woche zuvor über ihr Alter gescherzt. Und Kamlage war sich sicher, dass sie es noch lange tun werde.


„Der Herr des Stunden- und Vertretungsplans“
Leidenschaft bestimmte die Arbeit von Jürgen Meyring, ob als Lehrer, als Kollege, als „Herr des Stunden- und Vertretungsplans“, als Leiter des Tansania-Projektes oder privat auch als Autoliebhaber. „Ein derartiges Einstehen für das gesamte System ‚Fürstenberg-Gymnasium‘ ist sehr selten anzutreffen“, schrieb der damalige Schulleiter Werner Lehmann 1993 über Meyring. Als Schulleiter habe er sich nicht um die Stundenpläne kümmern müssen, durcheinander geratene Pläne seien für den „Verwaltungsmann“ Jürgen Meyring kein Problem gewesen, bekräftige Lehmann in seiner Rede. Bärbel Müller unterstrich Jürgens Leidenschaft für das Kaffeekochen, für spontane Vertretungsstunden und für die Kontrolle der Pausenaufsichten. Müller freute sich aber auch auf die verbleibende Zusammenarbeit bis zum Ende des Monats Juli, um mit ihm den Stundenplan für das neue Schuljahr zu erstellen. „Jürgen lebt und liebt das Projekt Tansania.“ Ohne ihn und das Projekt wäre das Bistum Tunduru-Masasi ärmer, und ohne ihn hätte es das Projekt in dieser Form nicht gegeben. Auch für seine Leidenschaft mit der Gruppe Robin-Hope gebühre ihm gewaltiger Dank, freute sich Müller zugleich über Alexander Schröer als Nachfolger in der Gruppenleitung.
Unter dem Dirigenten Daniel Lüttkemöller musste Meyring Lieder erraten, die von allen Anwesenden mit verschiedenen Tonröhrchen gespielt wurden. Musikalisch weniger begabt freute sich Meyring dann „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ richtig herausgehört zu haben.


„Und bis wir uns wiedersehen…“
Zum Schluss blickten Stöckmann und Meyring mit Anekdoten auf ihre Schulzeit zurück, nicht ohne Zahlen und Statistiken (auswendig) zu nennen. Bei allem Streben nach Effizienz wünschte Dorothee Stöckmann den Kollegen, sich auch Pausen zu nehmen, und verabschiedete sich mit den Worten „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.“ „Ich bin dann mal weg.“

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