FÜRSTENBERG-GYMNASIUM
Eine Schule in bischöflicher Trägerschaft

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Sowi-LKs in Düsseldorf

Das Schuljahr endete für die beiden Sowi-LKs der Q1 von Herrn Richter und Herrn Hoffmann mit einer gelungenen zweitägigen Exkursion in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Ziel der zwei spannenden Tage war es, das gelernte Wissen aus dem Unterricht zu vertiefen und reale Einblicke in die Landespolitik zu bekommen. Obwohl die eigentlich 41-köpfige Reisegruppe durch eine relativ hohe Zahl von Coronaausfällen kurzfristig reduziert wurde, starteten wir gutgelaunt und hochmotiviert am Mittwochmorgen um 8.00 Uhr am Fürstenberg-Gymnasium, sodass wir um kurz vor 11.00 Uhr unsere Jugendherberge in Düsseldorf erreicht haben.

Nachdem wir die Zimmer bezogen und die Koffer verstaut hatten, ging es nach einem kurzen Stadtbummel und einem Mittagessen auch schon zu Fuß zum Landtag auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Nachdem wir den sehr strengen Sicherheitscheck überstanden haben („Wie am Flughafen, nur ohne Flug!“), absolvierten wir das Besuchsprogramm und nahmen an einer fiktiven Plenarsitzung teil. Diskutiert wurde das Thema „Soll das Fach Tanzen als reguläres Schulfach eingeführt werden?“ und die anwesenden Schülergruppen übernahmen die Rollen der Fraktionsvorsitzenden der im Landtag vertretenen Parteien und formulierten Redebeiträge aus Sicht der CDU, SPD, Grüne, FDP und AfD. Nach hitziger Diskussion wurde der Gesetzesvorschlag in den Schulausschuss verlegt, um dort die Verbesserungsvorschläge für eine zweite Lesung einzuarbeiten.

Im Anschluss an die Plenarsitzung hatten wir das Vergnügen mit dem Fraktionsvorsitzenden der NRW-FDP, dem 35-jährigen Henning Höne aus Coesfeld, landespolitische Themen zu diskutieren. Die engagierten Fürstenberger*innen fragten nach geplanten Coronamaßnahmen für Herbst an den Schulen, forderten mehr Digitalisierung im Unterricht (unter anderem einen 1:1 Ausstattung mit Tablets für alle Schüler und Lehrer) sowie verpflichtende Fortbildungen zur Digitalisierung. Es wurden aber auch große bundespolitische Themen angesprochen wie z. B. die mögliche Einführung einer 4-Tage-Woche, die Gefahren der aktuell so hohen Inflation und eine Schülerin forderte die Abschaffung der Privaten Krankenkassen. Dass ein FDP-Politiker wie Herr Höne einen liberalen Standpunkt vertritt, wonach „der Markt vieles selbst regelt“, wurde von den interessierten Sozialwissenschaftlern kritisch hinterfragt. Nach zwei solch anspruchsvoller Programmpunkte konnten wir uns – auf Kosten des Steuerzahlers – im Café des Landtags bei Kaffee, Kuchen und kalten Getränken stärken.

Den Abend verbrachten wir in geselliger Runde in einem typischen Düsseldorfer Brauhaus, um dort Rheinische Spezialitäten und das für Düsseldorf so typische Altbier („lecker!“) zu probieren. Auch haben wir jetzt verstanden, warum man die Düsseldorfer Altstadt als „die längste Theke der Welt“ bezeichnet.

Am nächsten Morgen waren wir trotz des abendlichen Kulturprogramms topfit und hochmotiviert, um mit Ralf Zimmermann, Mitarbeiter bei der Deutschen Bundesbank, die Chancen und Gefahren der Geldpolitik der EZB zu diskutieren. Passend zur aktuell gefährlich hohen Inflation trug der Vortrag von Herrn Zimmermann den Titel „Geldpolitik in unruhigen Zeiten“. Herr Zimmermann zeigte anhand vieler konjunktureller Einflüsse und Entwicklungen, wie die EZB ihre geldpolitischen Entscheidungen vorbereitet und begründet. Der EZB-Experte machte deutlich, dass aufgrund der aktuell so hohen Inflationsraten von ca. 8 % die Zinsen eigentlich erhöht werden müssten, warnte aber auch davor, dass die steigenden Zinsen die so hoch verschuldeten europäischen Staaten und die schwächelnde Wirtschaft vor große Probleme stellen könnten. Der mögliche Ausblick für die Zukunft war wenig ermutigend, denn es herrsche eine große wirtschaftliche Unsicherheit, die vielfältige Ursachen habe: eine Mischung aus hoher Inflation, eine stagnierende Wirtschaft (das nennt man „Stagflation“), der Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe und geschlossene Häfen durch Corona, das Fehlen von Facharbeitern sowie eine demographisch-alternde Bevölkerung.

Nach einem kurzen Mittagessen und einem weiteren Stadtbummel bei tropischen Temperaturen freuten wir uns auf den klimatisierten Bus, der uns am Nachmittag wieder zurück nach Recke brachte. Insgesamt war das eine spannende und lehrreiche Exkursion, die auch noch Spaß gemacht hat und wir sind der Meinung: „Düsseldorf ist immer eine Reise wert!“

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