04

Das Wirtschafts.Forscher!-Programmjahr startet am Fürstenberg Gymnasium in Recke

Endlich wieder Wirtschafts.Forscher!-Präsenzveranstaltungen! Dieser Tenor war bereits bei der Auftaktveranstaltung der Lehrkräfte im September in Düsseldorf deutlich geworden. Noch mehr trifft es wohl auf die Schulworkshops zu. Unsere Teamerinnen und Teamer stehen wieder vor den Klassen und können sich vor Ort von den tollen Ideen und Beiträgen der Schülerinnen und Schüler im Wirtschafts.Forscher!-Programm begeistern lassen.
Am 17. November waren unsere Teamerin Eef van den Weghe und unser Teamer Philipp Neudert am Fürstenberg Gymnasium in Recke. Nach einem kurzen Kennenlernen ging es zunächst um grundlegende Begriffe im Wirtschafts.Forscher!-Programm. Was bedeuten eigentlich Wirtschaft, Ethik und Digitalisierung? Wie verhalten sich die Interessen von Staat, Individuen und Unternehmen zueinander? Bei der Frage, wer bei H&M einkauft und aber doch eigentlich gegen Kinderarbeit ist, wurde der Klasse am eigenen Verhalten das sog. „Attitude-Behaviour-Gap“ deutlich.

Wirtschaft, Ethik, Digitalisierung – was ist das eigentlich?
In Gruppenarbeiten informierte sich die Klasse anschließend selbstständig im Wi.Fo!-Lab über das gewählte Modul-Thema „Wie wir morgen einkaufen“. Dazu hatte jede Gruppe ein anderes Material z.B. Texte, Karikaturen oder Videos zur Hand, um die Vor- und Nachteile herauszuarbeiten. Aus eigener Sicht wurde vor allem die Zeitersparnis, wenn das Anstellen an der Kasse wegfiele, positiv bewertet. Insgesamt waren der Klasse nach der Recherche im Wi.Fo!-Lab doch auch die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen sehr deutlich bewusst geworden. Als „gruselig“ bezeichnete ein Schüler die Möglichkeiten, die durch die Sammlung von Daten entstehen könnten.

Die Projektarbeit: Was bedeutet diese Themen für mich?
Das Erkennen solcher Auswirkungen und Widersprüche dient bei den Workshops als erster Anknüpfungspunkt für das Brainstorming der Projektideen. Hier können die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen entwickeln, die an ihre Interessen und Lebensrealität anknüpft. Am Ende des Workshops gaben die Schülerinnen und Schüler an, dass ihnen die Möglichkeit, eigene Ideen entwickeln zu können, am meisten gefallen habe. In Recke kamen hier bereits einige spannende Fragen zusammen. Von der Frage „Kann ich meine Daten auch freiwillig verkaufen?“ ließ sich die Projektidee ableiten, selbst zu recherchieren, was die eigenen Daten eigentlich wert sind. Und aus der Frage „Wer kennt meinen Suchverlauf?“ entwickelte eine Projektgruppe die Idee, selbst zu überprüfen, wie Phishing-Websites funktionieren. Wir sind beeindruckt, dass eine Gruppe schon eine Möglichkeit gefunden hat, am eigenen Beispiel zu zeigen, welche Daten Phishing Websites abgreifen können. Sie kennen nun schon einmal den WLAN-Anbieter der Schule. Die Gruppe ist sich sicher "Man ist nie sicher im Internet". Besonders freuen wir uns auch auf das erste 3D-Modell eines „Supermarkts der Zukunft“ im Wirtschafts.Forscher!-Programm. Ein paar Alltagstipps erhalten wir vielleicht von der Gruppe, die sich mit der Frage, ob Online-Handel auch fair sein kann, auseinandersetzt.
Unter der Begleitung ihres Lehrers Peter Sterthaus wird sich die Klasse 9a2 in den nächsten Monaten nun intensiver mit den Projektideen beschäftigen, sie weiterentwickeln und umsetzen. Zum Abschluss werden sie dann Anfang Mai bei der Abschlussveranstaltung, dem Economic Youth Summit, in Frankfurt präsentiert. Das Team der Wirtschafts.Forscher! ist schon sehr gespannt.