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Frau Pastorin Böhne erläutert der 5a3 die evangelische Kirche in Recke

Die evangelische Kirche ist ein steinerner Zeuge der bewegten deutschen und Recker Geschichte, das erfuhren die 27 Mädchen und Jungen der Klasse 5a3, als sie am 22.05.2019 gemeinsam mit Kerstin Rehermann, ihrer Lehrerin für Politik und katholischen Religionsunterricht, das Gebäude besuchten. Sehr anschaulich wusste Elke Böhne, Pastorin in Recke seit 27 Jahren, vom Bau und Umbau der über 800 Jahre alten Kirche zu erzählen, aber auch vom Dreißigjährigen Krieg und seinen Folgen. Eine davon war die Übergabe des damals noch katholischen Gotteshauses an die kleine evangelische Gemeinde, die dann, getreu den Vorschriften der Reformation, u.a. die Deckenmalereien übertünchen ließ, damit die Gottesdienstbesucher sich auf das Wesentliche, auf die Bibellesung und die Predigt besser konzentrieren konnten. Vor rund 60 Jahren wurden die Fresken wieder freigelegt, sie zeigen neben den Symbolen der vier Evangelisten auch die Mutter Gottes im Strahlenkranz, was für ein evangelisches Gotteshaus sehr ungewöhnlich ist.
Die Kirche hat aber noch mehr Schönes und Spannendes zu bieten, z.B. einen sehr alten Taufstein aus Sandstein, eine schwere Steinplatte (Mensa), die früher die Altarplatte war und heute an der hinteren Chorwand lehnt, und eine kleine Holztür, die mitten in der rückwärtigen Wand zu schweben scheint, tatsächlich aber in den Turm führt. Der konnte allerdings diesmal aus Zeitgründen und wegen der Größe der Gruppe nicht bestiegen werden. Die Kinder hatten noch viele Fragen zu einzelnen Gegenständen, die Frau Pastorin Böhne geduldig und sach-kundig beantwortete, wofür sich die Klasse und ihre Lehrerin sehr herzlich bedankten.

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