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Sowi-LKs in Düsseldorf

Einen Workshop zum Thema „Geld und Geldpolitik im Krisenmodus“ besuchten die beiden Sowi-LKs von Herrn Kipp und Herrn Sterthaus am Donnerstag, 12.07.18. Angeboten wurde dieser Workshop von der Filiale der Deutschen Bundesbank in Düsseldorf. Getagt wurde in einem Konferenzraum im 17. Stockwerk und der Ausblick über Düsseldorf war atemberaubend. Die 43 Schülerinnen und Schüler waren schon beeindruckt, als Herr Zimmermann – Mitarbeiter im Stab der Präsidentin und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit – in Form der „Zwei Säulen Strategie“ und anhand einer Vielzahl von Schaubildern und Tabellen zeigte, was die EZB alles über die wirtschaftliche Entwicklung weiß: Kreditnachfrage, Geldumlaufgeschwindigkeit, Geldmenge M1-M3, Entwicklung von Löhnen und Preisen und viele andere Dinge, die die Schüler bereits aus dem Unterricht kannten.
Kontrovers diskutiert wurde über die unkonventionelle „Geldpolitik im Krisenmodus“: Haben negative Strafzinsen, ein Leitzins von 0,0 % oder der Kauf von Staatsanleihen in Billionenhöhe etwas gebracht? Und wer sind die „Gewinner und Verlierer der Niedrigzinspolitik“? Das Fazit von Herrn Zimmermann war sehr differenziert: Es sei eine große Herausforderung für die EZB, eine Geldpolitik für alle 19 Euroländer zu machen, worunter wirtschaftlich starke und wirtschaftlich schwache Länder seien. Im Endeffekt kaufe die EZB der Politik nur Zeit, Wirtschaftspolitik könne diese aber nicht machen und die Politik habe oft Angst vor harten Strukturreformen. Eine sinnvolle europäische Wirtschaftspolitik gebe es aber nur mit „mehr Europa“, es sei aber sehr fraglich, ob dies in Zeiten des Brexit und nationalistischer Tendenzen in den osteuropäischen Ländern möglich sei.
Da der Workshop schon um 09.00 Uhr morgens begann, reisten wir bereits am Mittwochnachmittag an. Am Abend stärkten wir uns dann mit Rheinischen Spezialitäten in einem Düsseldorfer Brauhaus und schauten das Halbfinale England – Kroatien.