Erdkunde-Exkursion

Am 20. Oktober 2017 begab sich der Erdkunde LK der Q2 nach Münster oder wie es im Jahre 810 hieß: „Mimigernaford“.
Der Start war im Stadtmuseum von Münster. Dort wurde die historisch-genetische Stadtentwicklung an verschiedenen Modellen verdeutlicht; angefangen im Jahr 810 bis hin zum Jahr 1975. Hierbei wurde deutlich, dass nicht alle Objekte aus der damaligen Zeit verschwunden sind. Es ist zum Beispiel kein Zufall, dass der Schlossgarten sternförmig angelegt ist, denn dort wurde damals eine Zitadelle errichtet. Die Promenade ist heute die bekannte Fahrradstraße von Münster, in der Vergangenheit verlief hier die Stadtmauer, aus der die Bewohner das jetzige Schloss errichtet haben.
Im Anschluss wurde in Kleingruppen die Stadt erkundet. Neben der St. Lambertikirche, dem Domplatz und anderen Sehenswürdigkeiten wurde auch nach typischen Merkmalen der Industriestadt und der generellen Stadtentwicklung gesucht. Dabei konnte man erfahren, dass sich durch die ganze Geschichte Münsters ein stetiger Konflikt zwischen den Bürgern und dem Bischof zog. Ein Beispiel dafür ist die benannte St. Lambertikirche. Diese bauten die Kaufleute in unmittelbarer Nähe zum Dom und ziemlich „protzig“, um dem Bischof von Münster ihre Macht zu demonstrieren. Zu den typischen Merkmalen der Industriestadt zählen der Hauptbahnhof und der Hafen.

Borchert
Im letzten Teil der Exkursion begaben wir uns an das Hafenbecken. Die Gentrifizierung, die bisher nur aus dem Unterricht bekannt war, wurde hier sehr gut deutlich. In der ehemaligen Lagerhalle für Korn wurde im Zuge des Strukturwandels ein Theater errichtet. Korn war jedoch nur eines der drei Merkmale des Hafens. Die anderen beiden waren Kohle und Becher (= Sektsteuer, die 1902 zum Aufbau der kaiserlichen Marine eingeführt wurde). In dem ehemaligen Kohlespeicher wird zum heutigen Zeitpunkt keine Kohle mehr gelagert, sondern es dient als Warmwasserspeicher.

Hafen

Zusammenfassend war der Tag in Münster ein positives Erlebnis, da man gelerntes Wissen direkt vor Ort anwenden konnte.