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Alzheimerprojekt am Fürstenberg-Gymnasium
Lernen, Gedächtnis und die Alzheimersche Erkrankung – Trotz Corona war der renommierte Neurobiologe Prof. Dr. Roland Brandt von der Universität Osnabrück auch in diesem Jahr zu Gast am Fürstenberg-Gymnasium, nun aber im Rahmen einer Online-Schaltung. Auf diesem Wege erlebten die Schüler des Leistungskurses Biologie der Q2 eine Vorlesung, praktische Untersuchungen und ein Forschungsseminar unter dem Thema „Alzheimerforschung“. Vor Ort unterstützte Biologielehrer Ralf Maria Wroblowski die Konferenz mit fachlichen Hinweisen und Anleitungen besonders in den praxisorientierten Teilen des Projektes.
Da die Menschen in Deutschland immer älter würden, steige auch das Risiko einer Alzheimer‘schen Erkrankung. Allerdings träten 95% aller Fälle spontan auf, nur 5% seien familiär bedingt, stellte Prof. Brandt in seiner Vorlesung heraus. Und etwa 40% aller über 80-jährigen leide an der Krankheit, die nicht ursächlich behandelt werden könne.
Mit der Thematisierung knüpfte er nicht nur an die guten Fachkenntnisse der Schüler an, sondern griff zugleich die Erfahrungs- und Lebenswelt der Lernenden auf. Denn die Demenz älterer Menschen – wie z.B. die von Großeltern – spiele eine zunehmende Rolle in den Familien von Schülern. Die praktischen Untersuchungen betroffener Alzheimerzellen unter dem Mikroskop waren daher besonders motivierend und anschaulich für die Schüler. Als hochinteressant erwies sich dann auch das Forschungsseminar mit wissenschaftlichen Überlegungen zu Präventionsmethoden sowie bestehenden und geplanten Behandlungsstrategien. Beim Patienten verloren gegangene Nervenzellen mithilfe der Stammzelltherapie zu ersetzen, bezeichnete Prof. Dr. Brandt aber noch als „Zukunftsmusik“.


Bildunterschrift: Prof. Dr. Roland Brandt hält eine Online-Vorlesung für die Fürstenbergschüler; erklärende Grafiken, die er selbst einspielt, unterstützen den Vortrag.


Erstveröffentlichung am 12. Dezember in der Ibbenbürener Volkszeitung

 

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