Brandt

 Am Dienstag, 16.01.2018, hat uns der Neurobiologe Professor Roland Brandt von der Universität Osnabrück besucht, um uns über den derzeitigen Stand in der Alzheimerforschung zu informieren. In seiner Vorlesung „Lernen, Gedächtnis und die Alzheimersche Erkrankung“ hat er uns viel über die Entdeckung der Krankheit durch den Namensgeber Alois Alzheimer, die Ursachen der Krankheit und deren Mechanismus selbst sowie die Funktionsweise des Gehirns erklärt. Alzheimer sei demnach die häufigste Ursache für Demenz bei Älteren und damit ein sehr wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Bei der Mehrzahl der Fälle handele es sich um ein spontanes Auftreten der Krankheit, während nur 5% der Fälle familiär, also genetisch bedingt seien. In seiner Vorlesung präsentierte uns Professor Brandt den aktuellen Forschungsstand und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten der Alzheimerkrankheit, die aber bis heute unheilbar ist.

Vortrag

Während eines Praktikums im Anschluss an die Vorlesung hatten wir die Möglichkeit, zwei verschiedene Präparate von humanen Stammzellen und Nervenzellen zu mikroskopieren und konnten damit einen kleinen Einblick in die Arbeit mit der Alzheimerkrankheit bekommen. Außerdem zeigte uns Professor Brandt an Mikroskop-Schnitten aus menschlichen Alzheimergehirnen die Veränderung der Gehirnzellen durch die Krankheit.

Mikroskop

Im Anschluss an das Praktikum hielten zwei Schülerinnen unseres Kurses einen zusammenfassenden Vortrag über die Behandlungsmöglichkeiten von Alzheimer.

Der vielseitige Einblick in die Alzheimerforschung, den wir durch die Vorlesung von Professor Brandt und das Praktikum bekommen haben, bot einen interessanten Abschluss zu unserer Unterrichtsreihe zum Gedächtnis und Krankheiten des Gehirns. Außerdem erhielten wir an diesem Tag einen Eindruck davon, wie die Arbeit an einer Universität abläuft. Begleitet haben uns unsere Biologielehrerin Frau Stöckmann und der pensionierte Lehrer Herr Dr. Eising.