Mit Smartphone auf dem Schulhof

Soziale Netzwerke gewinnen immer früher eine wachsende Bedeutung für junge Menschen. Das Internet und vor allem Smartphones ermöglichen eine schnelle und einfache Kommunikation mit jedem zu jeder Zeit. WhatsApp, Twitter, Instagramm, Snapchat, Facebook etc. sind die Plattformen, auf denen sich zunehmend Teile zwischenmenschlicher Beziehungen abspielen. Die Konsequenzen dessen, was Jugendliche dabei von sich selbst oder anderen im Netz preisgeben, werden bisweilen unterschätzt.
Um diesen neuen medialen Herausforderungen entgegenzutreten, nahmen die ersten Fünftklässler der Fürstenbergschulen in den vergangenen zwei Wochen jeweils einen ganzen Tag an den Medienkompetenztagen teil. Im Mittelpunkt des sozialen Lernens stand daher die Sensibilisierung für persönliche Daten und vor allem für Fotos in sozialen Netzwerken. Ohne Lehrer, aber unter Anleitung fachkräftiger Medienpädagogen um Leo Cresnar (Jugendbildungsstätte Tecklenburg) und den „frisch ausgebildeten“ Medienscouts der Realschule und des Gymnasiums konnten die Schüler der Klassen 5 Grundsätze zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Netzwerken erarbeiten. In den Klassen- und ausgewählten Smartboardräumen der Schule hatten die Betreuer eigens mediale Lernlandschaften hergerichtet.
Ein zentraler Aspekt war der Umgang mit und die Verbreitung von eigenen Bildern bei WhatsApp und Co. Denn einmal verschickte Bilder können nicht „zurückgeholt“ werden. Um Manipulationen durch andere vorzubeugen (z.B. bei Cybermobbing), verfremdeten die Schüler am Computer ihre eigenen Porträtbilder, ohne den Wiedererkennungseffekt zu zerstören, wohl aber den Missbrauch  dieser Fotos zu verhindern. Auch die Begriffe „Urheberrecht“ oder „Persönlichkeitsrecht“ lernten die Fünftklässler kennen: Dass die Missachtung solcher Rechte auch juristische Folgen haben kann, führte den Schülern noch einmal vor Augen, welche Tragweite ihres Handelns sich im Umgang mit Bildern Fremder im Netz ergeben kann.
Die koordinierenden Lehrer hoben abschließend die tolle Arbeit der älteren Schüler hervor und unterstrichen damit noch einmal das gut funktionierende Prinzip der „Peer-to-peer-education“: „Unsere Medienscouts können den 5ern vieles besser erklären als wir.“

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