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… für oder gegen die Bereitschaft zur Organspende
Zu welchem Lebenszeitpunkt kommt eine Organtransplantation überhaupt in Frage? Erkläre ich mich bereit, auch fremden Menschen meine Organe zu spenden? Um diesen zentralen Fragen zur Organspende auf den Grund zu gehen, hatte das Fürstenberg-Gymnasium drei Experten zu einer besonderen Biologiestunde im Rahmen des Compassion-Projektes eingeladen: Dr. Rita Bosbach aus Recke (Ärztin) sowie das Ehepaar Anni und Rolf Steinbuß aus Spelle. Herr Steinbuß hatte eine Niere von seiner Frau transplantiert bekommen.

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Innerhalb der Unterrichtsreihe „Niere – die häufig unterschätzte Schwerstarbeiterin“ hatten die Schüler der Jahrgangsstufe EF bereits Aufbau und Funktion der Niere, Nierenerkrankungen und Dialysemöglichkeiten studiert. Die Erkenntnis, dass die Transplantation einer Niere lebensfördernd oder lebensnotwendig sein kann, bildete daher die unterrichtliche Vorlage für die Gastreferenten: Die Ärztin Dr. Rita Bosbach informierte über Abläufe postmortaler Gewebe- und Organtransplantationen sowie über den Weg von der Organspende bis zur Transplantation. Man müsse sich der diagnostischen Kriterien eines Hirnfunktionsausfalls bewusst sein vor allem auch deshalb, um den irreversiblen Verlust der gesamten Hirnfunktion (Hirntod) von Zuständen wie Bewusstlosigkeit oder Koma unterscheiden zu können, wie Bosbach verdeutlichte.
Als besonders positiv empfanden die Schülerinnen und Schüler der EF die Darstellung durch das Ehepaar Steinbuß, angefangen bei der Notwendigkeit einer Nierenspende über die Entscheidung zur Lebendspende bis hin zum gegenwärtigen Lebensalltag eines Nierentransplantierten.

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Als Fazit betonte Biologielehrerin Dorothee Stöckmann, dass es wichtig sei, sich zu informieren und dann zu entscheiden für oder gegen die Bereitschaft zur Organspende. Schließlich komme es darauf an, im Rahmen der in Deutschland gesetzlich geregelten Entscheidungslösung die persönliche Zustimmung oder Ablehnung auf dem Organspenderausweis zu dokumentieren.