FÜRSTENBERG-GYMNASIUM
Eine Schule in bischöflicher Trägerschaft

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Schüler der EF leiten fiktive Unternehmen

In der „Fahrtenwoche“ stand für eine Schülergruppe der EF im Fach Sozialwissenschaften ein ungewohnter Rollenwechsel auf dem Programm. Für eine Woche tauschten sie die Schulbank gegen die Vorstandssessel dreier fiktiver Aktiengesellschaften. Möglich wurde dieser spannende und praxisorientierte Einblick in die Welt der Wirtschaft durch das Management-Information-Game (MIG), das das Fürstenberg-Gymnasium in diesem Jahr zum sechsten Mal durchgeführt hat. Um dieses Planspiel so realitätsnah wie möglich zu gestalten, hat die Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH in Spelle für eine Woche ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und die Jungunternehmer mit allem Notwendigen versorgt: eigene Büros, moderne Technik und ein leckeres Mittagessen in der Kantine.

Dass ein Vorstandssessel weniger bequem aber dafür mit sehr viel Arbeit, Stress und Verantwortung verbunden ist, merkten die Schüler gleich am Montagmorgen. Nachdem sie durch den Spielleiter Dominik Köppen vom „Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft“ (BNW) begrüßt wurden, mussten erst einmal Namen für die drei Unternehmen gefunden und die Vorstandsposten für die Bereiche Finanzen, Einkauf, Produktion, Marketing etc. besetzt werden. 
Im Laufe der Woche konkurrierten dann die „Chronos AG“, die „Queensberry AG“ und die „Jolica AG“ um Käufer und Marktanteile im In- und Ausland. Die Schüler mussten zum Beispiel entscheiden, wie teuer das Produkt sein sollte, ob in neue Maschinen investiert werden muss und wie diese zu finanzieren sind, ob Arbeiter eingestellt oder entlassen werden müssen, wie hoch die Mittel für Forschung und Entwicklung sein sollen und wieviel Geld man in Werbung und Marketing steckt. Am Ende eines jeden Tages, der ein Geschäftsquartal simulierte, mussten die Entscheidungen dem Spielleiter mitgeteilt werden. Besonders schwierig waren diese Entscheidungen, wenn sich im Laufe des Tages die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen änderten. Da erreichten die Vorstände Eilmeldungen, dass der Euro-Dollar-Wechselkurs gefallen ist, die Gewerkschaften ihre hohen Lohnforderungen durchgesetzt haben, die Rohstoffpreise aufgrund der hohen Nachfrage gestiegen sind oder dass sich die Konsumgewohnheiten der Käufer geändert haben, sodass wieder von neuem entschieden und gerechnet werden musste.
Ziel der fiktiven Unternehmer war es natürlich, einen möglichst hohen Gewinn zu erwirtschaften. Die Ergebnisse erhielten die Schüler dann jeden Morgen in Form einer ausführlichen Unternehmensbilanz, die es als neue Entscheidungsgrundlage zu analysieren galt. Da diese oft schwierigen Entscheidungen natürlich nicht ohne solide volkswirtschaftliche Grundkenntnisse getroffen werden konnten, waren in das Planspiel sechs Informationsblöcke eingebaut zu Themen wie Unternehmensziele und –organisation, Personalwesen und betriebliche Mitbestimmung, Bilanz und Erfolgsrechnung, Gewinn und Liquidität, Marketing und Werbung. In diesen qualitativ hochwertigen Fachvorträgen teilten Führungskräfte aus der lokalen Wirtschaft ihr Wissen mit und oft fühlten sich die EF-Schüler wie Studenten in einer BWL-Vorlesung. Es wurde eifrig mitgeschrieben und die Fachleute wurden mit vielen Fragen gelöchert, schließlich brauchte man die Infos für die eigenen firmeninternen Entscheidungen.

Das Highlight der MIG-Planspielwoche war aber sicherlich der Marketing-Präsentationsabend. Hier mussten die drei Unternehmen vor Vertretern der Schule und der lokalen Wirtschaft Werbung für Ihre Produkte machen und um Aufträge konkurrieren. Die große Anspannung der Schüler war aber gänzlich unbegründet, denn die Schülerfirmen glänzten mit professionellen Marketing-Präsentationen, kreativen Logos, selbst erstellten Werbefilmen oder Radiospots. Am meisten beeindruckt hatte an diesem Abend aber die „Queensberry AG“, die von den Zuhörern die meisten Aufträge erhielt.

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