Studien- und BerufsinformationstagStudenten, Doktoranden, auch ein Professor, der Sozialarbeiter aus dem Jugendheim, der Filialleiter der Sparkasse, ein Oberleutnant der Marine und der Bürgermeister – so bunt gemischt waren die Referenten, die zum Tag der Studien- und Berufsorientierung in das Fürstenberg-Gymnasium gekommen waren. Die 120 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs Q1 konnten sich in drei aufeinander folgenden Blöcken aus erster Hand informieren: Wie ist der Weg in den Beruf oder ins Studium, wie sieht eine spätere Berufstätigkeit aus?

Der verantwortliche Lehrer, Dr. Peter Hawig, hatte 21 Referenten eingeladen. Dr. med. Josef Goecke stellte zusammen mit der Studentin höheren Semesters Johanna Visse medizinische Berufe vor. „Wie werde ich Chirurgin?“, fragte einer der Schülerinnen ganz direkt. „Die Spezialisierung kommt auf dem ‚Weg zum Arzt erst ganz spät.“, erklärte der langjährige Hausarzt die Spezialisierung in dem Beruf.

Stefanie Dirksmeyer warb zusammen mit Alexander Kuchta für den Einstieg über die Fachhochschule. „Wir als Ingenieure für die Praxis arbeiten im Labor, die promovierten Chemiker von der Universität sitzen am Schreibtisch und werten Ergebnisse auf Papier aus!“ Prof. Andreas Ostendorf, ebenfalls Abiturient der Schule warb mit Nachdruck für ein Studium der Ingenieurs- oder Naturwissenschaften. „Wir brauchen 100 000 Ingenieure in Deutschland!“ Er selbst lehrt Maschinenbau an der Universität Bochum.

Gleich im Rathaus, beim Bürgermeister Kellermeier, konnten sich die Interessenten für den öffentlichen Dienst informieren. Vom Kreis Steinfurt war Michaela Köllen-Schmidt nach Recke gekommen. Filialleiter Markus Dürken lud die Schülerinnen und Schüler in die Sparkasse ein. Auffällig war die marineblaue Uniform von Oberleutnant zur See Dominik Bussek, der alle Möglichkeiten bei der Bundeswehr vorstellte. Für den Polizeidienst in NRW warb Wilfried Müller.

Von der Firma Krone in Spelle war Personalleiter Klaus Reinhardt zusammen mit Christel Kötter und Ninja Junge gekommen. Sie stellten das Unternehmen und die breite Palette der Berufsmöglichkeiten in den Bereichen Landtechnik und Fahrzeugbau vor. Ganz anders waren die Fragen bei Thorsten Schmidt, Redakteur der IVZ für die Lokalseite Recke. Er weiß abends, was er getan hat. Am nächsten Morgen kommt möglicherweise sofort die kritische Reaktion.

Praktiker aus dem Berufsalltag und Ehemalige, die auf ihr Studium schon fast zurückblicken können, waren den Schüler kompetente Informanden. Schulleiter Michael Kamlage bedankte sich bei allen, die sich für die Schüler die Zeit genommen hatten. Handfeste und praktische Auskünfte zum Alltag des Studiums, zum Alltag des Berufs waren bei den jungen Leuten gefragt. „Eigentlich hat sich der Tag gelohnt, weil ich weiß, was ich vielleicht mache, vor allem aber was ich nicht mache!“, erklärte einer der Schülerinnen nach der dritten Informationsrunde. Und bis zum Abitur ist ja noch ein ganzes Jahr Zeit!

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