abi2021

Fürstenberg-Gymnasium entlässt 97 Abiturienten, davon 20 aus Niedersachsen

„Vielleicht nehmen Sie dieses Gottvertrauen aus dieser Schule mit“, entließ Schulleiter Michael Kamlage voller Stolz die 97 Abiturienten des Fürstenberg-Gymnasiums in der Aula. Auch ehemalige Schüler der Realschule durften sich über die Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife freuen.
Zuvor hatten die Schüler, Eltern und Lehrer an einem ökumenischen Gottesdienst teilgenommen, der musikalisch gestaltet wurde durch den Chor der Q1 unter Leitung von Eva Bachmann. Pfarrerin Elke Böhne und Schulpfarrer Peter van Briel griffen den Kranich als Symbol der Jahrgangsstufe auf. In Erinnerung an ihre Wurzeln solle der Glaube den Abiturienten Flügel verleihen und Mut geben, zu neuen Horizonten zu kommen. Die Schülerinnen Mareike Keeve, Annika Deja und Tamy Ahrens riefen dazu auf, Träume Wirklichkeit werden zu lassen.
„Corona-Abi ist kein Mangel, sondern eine Auszeichnung“, stellte Reckes Bürgermeister Peter Vos heraus. Schließlich hätten die Fürstenberger in dieser Zeit vermutlich mehr gelernt als andere Jahrgänge. „Nehmt dieses alles mit als positiven Schub,“ wünschte Vos im Namen der Gemeinde.
Eine Krise sei auch immer eine Chance, unterstrich Cornelia Maag als Elternvertreterin und Schulpflegschaftsvorsitzende. Denn das erheblich höhere Maß an Selbstdisziplin und die besonderen Leistungen in Distanz mit zahlreichen Unberechenbarkeiten könne man sicherlich gut für den weiteren Lebensweg nutzen.
Stellvertretend für ihre Jahrgangsstufe unternahmen Insa Maag und Johannes Voß einen amüsanten Streifzug durch die Schulzeit angefangen bei der Klasse 5, „als die Welt noch in Ordnung war“, über die Englandfahrt in Klasse 7 bis hin zu coronabedingten Ausfällen von Abipartys, die mit den Abiturienten „einfach nur legendär geworden wären“. Nach Danksagungen an ihre Jahrgangsstufenleiter, Lehrer und Eltern blickten die jungen Erwachsenen in eine positive Zukunft mit neuen Freiheiten und mit der Hoffnung, dass nicht allzu schnell wieder eine globale Katastrophe wie die Coronapandemie ihr Leben ausbremsen werde.
„Sie haben Glück, die Welt ist für Sie am Fürstenberg-Gymnasium nicht untergangen und Sie verlassen Recke und machen sich auf den Weg zu neuen Offenbarungen“, griffen die Jahrgangsstufenleiter Pia-Maria Schweiker und Ralf Maria Wroblowski das Abimotto „Abikalypse“ auf. Neben erheiternden Anekdoten aus den Leistungskursen wünschten sie den Fürstenbergern im Auftrag des ehemaligen Stufenleiters Christian Kipp „Gottes Segen und den notwendigen Mut, auch mal die eingetretenen geistigen Trampelpfade zu verlassen.“ Besonderer Dank galt der Oberstufenkoordinatorin Ina Gronenberg, die den Jahrgangsstufenleitern „intensiv und kompetent“ beratend zur Seite gestanden habe.
Weil das vergangene Kalenderjahr mit unzähligen Entbehrungen für die Jahrgangsstufe Q2 verbunden gewesen sei, drückte Schulleiter Kamlage seine Hochachtung im Namen des gesamten Kollegiums aus. Die Abiturienten hätten nämlich „mit großer Disziplin gegen die Umstände angekämpft, die Nerven behalten in einer Welt, in der viel von Krankheit, Angst und Ungewissheit die Rede war, und die Prüfungen abgelegt.“ Von anderen unterscheide sich deshalb der Abiturjahrgang im „Erfahrungsreichtum im Umgang mit Krisen und abruptem Wandel“ und in der außerordentlichen Fähigkeit, „mit geschickter Anpassung Nischen und Problemlösungen zu finden.“
Bei der feierlichen Zeugnisübergabe freute sich Kamlage zusammen mit Gronenberg ebenso über besonders gute Leistungen: Als Jahrgangsbeste wurden Amelie Gerdemann und Tamy Ahrens mit einer Abiturnote von 1,1 ausgezeichnet, große Anerkennung gab es auch für Elias Lindemann, Gerrit Tietmeyer und Kiara Langelage (Notendurchschnitt 1,2). Ahrens und Tietmeyer nahmen zusammen mit Yannick Grahs, Jasemin Borggreve, Annika Deja, Kilian Lüttmann, Luca Otto, Yannik Pott und Marius Trame den Physiker-Preis entgegen. Für ihren engagierten Einsatz bekamen als Schülersprecher bekamen Carlos Schumacher und Jan-Michel Wessels eine Auszeichnung. Mit Urkunden des Landes NRW ehrte Lehrerin Pia Schweiker die „Schülerlehrer“ für ihr ehrenamtliches Engagement in der Seniorenschule „EULE“. Besondere Erwähnung fanden auch Kilian Lüttmann und Marvin Böggemann für ihre langjährige wie unermüdliche Tätigkeit im Technik-Team.


Bildunterschrift: Sie durften nach den neuen Corona-Regeln und mit negativen Testergebnissen am Abend noch richtig untereinander feiern – Die Abiturienten des Fürstenberg-Gymnasiums 2021.


Erstveröffentlichung am 21.06.2021 in der Ibbenbürener Zeitung


Fotos: Sophia Berkenheide / Johannes Leigers

ozio_gallery_nano